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Ausblick: Analysten erwarten Ergebnisplus bei BMW dank starkem Absatz

(dpa-AFX) Frankfurt - Der Autobauer BMW < BMW.ETR > dürfte dank eines Absatzplus von gut 13 Prozent im zweiten Quartal sein Ergebnis nach Ansicht von Analysten verbessert haben. Der Konzern gibt am kommenden Mittwoch (4. August) seine Zahlen für April bis Juni bekannt.

(dpa-AFX) Frankfurt - Der Autobauer BMW < BMW.ETR > dürfte dank eines Absatzplus von gut 13 Prozent im zweiten Quartal sein Ergebnis nach Ansicht von Analysten verbessert haben. Der Konzern gibt am kommenden Mittwoch (4. August) seine Zahlen für April bis Juni bekannt.

Von dpa-AFX befragte Analysten gehen davon aus, dass BMW seinen Reingewinn von 568 auf 652 Millionen Euro steigern konnte. Für das Vorsteuerergebnis wird im Durchschnitt mit 1,137 Milliarden Euro nach 947 Millionen Euro Im Vorjahr gerechnet. Dabei dürften die Umsätze von 10,24 auf knapp 11,77 Milliarden Euro gestiegen sein.

Nach Ansicht von Cedric Besnard und Philippe Houchois von JP Morgan dürften die Margen in der Automobilsparte durch Wechselkurseffekte, eine Verwässerung im Produktmix und zunehmender Abschreibungen unter Druck geraten sein.

Ausblick Interessiert

"Viel wichtiger als die Quartalszahlen erscheinen uns jedoch der Ausblick für die Jahre 2004 und 2005", schreiben die Analysten um Deutsche-Bank-Experte Christian Breitsprecher in ihrer jüngsten Studie. Der Konzern will in diesem Jahr einen neuen Absatz- und Ergebnisrekord erzielen. Der Absatz soll im hohen einstelligen Bereich steigen. Im ersten Halbjahr war er um 8,5 Prozent geklettert.

Für etwas Verwirrung sorgte zudem nach Ansicht der Deutsche-Bank-Analysten der zur Präsentation des neuen 1er gegebene Ausblick auf das Jahr 2005. Demnach hatte der Konzern angekündigt, bei einem konstanten Eurokurs von 1,20 Dollar mit einer Belastung von 1 Milliarde Euro rechnen zu müssen. Dieser belastende Währungseffekt könne dann aber durch den positiven Effekt steigender Absatzzahlen ausgeglichen werden.

In der Produktpalette der Münchener entwickelt sich derzeit der neue Geländwagen X3 besser als erwartet. Auch die 5er-Reihe, die seit Mitte des vergangenen Jahres auf dem Markt ist, sorgte für den Absatzschub. Beide Modelle konnten die Rückgänge beim 3er,7er und Z4 mehr als kompensieren. Weiterhin Zuwächse verzeichnet die Marke Mini. In den USA scheint das Wachstum fast ungebremst, zuletzt erreichte der Konzern hier im Juni ein Absatzplus von 12,4 Prozent.

Hoffnungen Liegen AUF DEM 1ER

Große Hoffnungen setzt der Konzern nun auf seinen neuen BMW 1er, mit dem er erstmals in das Segment der Kompakten vordringt. Marktstart des neuen Modells, mit dem der blau-weiße Autobauer auf eine deutliche jüngere Käuferschicht zielt, ist im Herbst. Nach Angaben von Markenchef Torsten Müller-Ötvös liegen bereits jetzt mehr als 10.000 Bestellungen vor. Der Auftragseingang überteffe die Erwartungen des Unternehmens. Im kommenden Jahr will BMW vom 1er 100.000 Stück verkaufen - viele Analysten halten diese Prognose allerdings für konservativ. Die hohen Vorlaufkosten für den Kompakten dürften im zweiten Quartal nach Ansicht von Fabian Kania von der Helaba-Trust aber durch einen besseren Produktmix kompensiert worden sein. So rechnet Kania etwa in der Autosparte mit einem Vorsteuergewinn von 905 Millionen Euro - ein Plus von 19 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

^Prognosen:

(alle Angaben in Millionen Euro)

Zweites Quartal Umsatz EBT Überschuss Durchschnitt 11.769 1.073 652 Höchste Schätzung 12.000 1.110 670 Niedrigste Schätzung 10.950 1.018 606 Q2 2003 10.241 947 568

Anzahl der Schätzungen 14 10 13°

^Befragte Banken:

Deutsche Bank Dresdner Kleinwort Wasserstein Credit Suisse First Boston Lehman Brothers BNP ING Bank-BHF HVB Helaba Trust Sal Oppenheim Bankgesellschaft Berlin Merck & Fink MM Warburg Landesbank Baden-Württemberg Landesbank °

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