Ausblick auf den Börsentag
Dax nach US-Zinssenkung im Plus erwartet

Der deutliche Zinsschritt in den USA wird die deutschen Standardwerte beflügeln, erwarten Händler.

dpa-afx FRANKFURT. Nach der erneut deutlichen Leitzinssenkung der US-Notenbank Fed um 50 Basispunkte dürften sich die deutschen Aktien von ihren Vortagesverlusten erholen und damit den positiven Vorgaben der US-Börsen folgen. Das Wertpapierhandelshaus Lang & Schwarz stellte den Deutschen Aktienindex Dax am Mittwoch gegen 8.22 Uhr bei 4 812 Punkten fest.

Am Vortag hatten die deutschen Standardwerte im Dax im Handelsverlauf ihre frühen Gewinne eingebüßt und auf Tagestief geschlossen. Der Dax schloss bei 4 707,65 Punkte, ein Minus von 1,00 %. Noch härter traf es den Neuen Markt. Der Nemax 50 verlor 1,94 % auf 1 088,68 Zähler. Der MDax der mittleren Werte fiel um 0,15 % auf 4 177,01 Zähler.

Die Leitzinssenkung der Fed katapultierte dann die New Yorker Börse im späten Handel nach oben. In der letzten Handelsstunde zogen die Kurse stark an, nachdem sie sich zuvor den ganzen Tag müde dahingeschleppt hatten. Zum Gongschlag lag das Barometer des Standardwerte-Index Dow Jones mit 1,59 % im Plus bei 9 591,12 Zählern. Der technologielastige Nasdaq-Composite-Index legte bis Handelsende 2,31 % auf 1 835,08 Punkte zu. Der marktbreite S&P 500-Index stieg um 1,45 % auf 1 118,86 Punkte.

Die asiatische Leitbörse in Tokio hat am Mittwoch Verluste verzeichnet. Der Nikkei-Index für 225 führende Werte büßte 348,74 Punkte ein und ging mit 10 284,98 Punkten aus dem Markt. Der breit angelegte TOPIX gab um 25,04 Punkte auf 1 038,52 Zähler nach.

Der Automobilhersteller BMW hat am heutigen Mittwoch zum ersten Mal in seiner Firmengeschichte Quartalszahlen veröffentlicht. Automobilexperten hatten beim Münchener Autobauer wegen der schwachen Autokonjunktur im dritten Quartal des laufenden Geschäftsjahres einen deutlichen Rückgang des Gewinns erwartet. Beim Umsatz verfehlte BMW allerdings die Schätzungen der meisten Analysten.

Der im MDAX notierte Pharmakonzern Schwarz Pharma hat ebenfalls Zahlen vorgelegt und zwar für die ersten neun Monate.

Beim französischen Stahlriesen Usinor ging der Umsatz im dritten Quartal um zehn Prozent zurück. Dies könnte sich auch negativ auf den Konkurrenten ThyssenKrupp auswirken.

Im Blickpunkt des Interesses dürfte auch die Deutsche Bank stehen. Nach Informationen des Handelsblatts werden in den nächsten zwei Jahren 50 Filialen bei der Deutschen Bank 24 geschlossen.

Der Arbeitskreis der Deutschen Börse trifft sich am heutigen Mittwoch, um unter anderem über Auf- und Absteiger im Nemax 50 zu beraten. Die Entscheidung wird nach 22 Uhr erwartet. Wirksam wird die Neuordnung des Index im Dezember.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%