Ausblick auf die neue Woche
Neuer Markt: Keine Trendwende in Sicht

Nach weiterer Talfahrt kommt für den Nemax inzwischen sogar die 800-Punkte-Marke in Sichtnähe. Am Freitag verlor der Nemax 2,7 Prozent auf 852 Punkte, der Nemax 50 gab rund drei Prozent auf 815 Punkte ab. Zwar deuten alle Indikatoren auf weitere Rückschläge hin, mitunter findet sich jedoch auch Positives.

HB - FRANKFURT/M. Die Vorzeichen ähneln sich und auch der Ausblick für die neue Handelswoche gleicht in vielem dem der voran gegangenen Woche. Bereits da war die Stimmung schlecht, allerdings glaubten viele wegen des voran gegangenen Kurssturzes nicht mehr an einen weiteren Rückschlag. Trotzdem gab der Nemax 3,9 %, der Nemax 50 ebenso fast 4 % ab. Nun rückt für den Nemax sogar die 800-Punkte-Marke in Sichtnähe und etliche Händler fragen sich, wohin die Talfahrt denn noch gehen soll.

Die Indikatoren für die kommende Woche stehen jedenfalls weiterhin schlecht. Gerade Technologie- und Telekomwerte lieferten diesseits wie jenseits des großen Teichs zuletzt beängstigende Vorgaben, was selbstredend am Neuen Markt nicht ohne Folgen blieb. Nebenher gab es noch schlechte Arbeitsmarktzahlen aus den USA, einen drohenden Arbeitskampf im eigenen Land und einen Dämpfer für jegliche Konjunktur-Euphorie. Ähnliches Ungemach wie in der Vorwoche wäre also möglich, befürchten einige Händler. Jedoch könnten der Feiertag am Donnerstag und der anschließende "Brückentag" etwas die Wogen glätten.

Bei aller Tristesse gibt es zwischen den Zeilen aber auch positives heraus zu hören. So bestünde derzeit die Möglichkeit, dass bei einem Umschlagen der Stimmung deutliche Kursgewinne winken, glauben einige Händler. Die Deutsche Börse sieht in ihren aktuellen Stimmungsindikator für den Neuen Markt sogar wieder mehr "bullishe" Anleger. Diese hätten schon in der vergangenen Woche für Nachfrage gesorgt. Dabei dürfte es sich jedoch auch zu einem Großteil um Schnäppchenjäger gehandelt haben, die das jetzige Niveau als günstig für einen Einstieg erachteten.

Günstig eingestiegen sind jedenfalls Anleger, die am vergangenen Dienstag zu 2,30 Euro Aktien des Medizintechnikers Rösch orderten. Die Papiere explodierten förmlich, als Donnerstag die Nachricht kam, dass Rösch für seine Nadel freien Spritzen die Kassenzulassung in Deutschland bekommt. Am Freitag Vormittag war die Aktie kurzzeitig 8 Euro wert, ehe es anschließend wieder bergab ging. Am Ende blieb ein Plus von 16,6 % auf 6,24 Euro.

Zu einem der Wochengewinner wurde Consors mit einem Plus von 27 %, nachdem der Discount-Broker mit BNP Paribas doch noch einen Käufer gefunden hat. Die am Dienstag erwarteten Zahlen für das erste Quartal verkommen dadurch jedoch zur Randnotiz. Bestenfalls die Konkurrenz wird sich sie sich genauer ansehen, am Aktienmarkt werden sie keine Rolle spielen.

Für größeres Aufsehen werden schon eher die Quartalszahlen des Nemax-50-Titels FJA sorgen. Vom Münchener Software- und Beratungshaus erwarten Analysten einen Umsatz- und Ergebnissprung von 16 bzw. 18 %.

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