Ausblick bestätigt
Aventis übertrifft mit Quartalsgewinn Erwartungen

Der deutsch-französische Pharmakonzern Aventis hat in seinem zweiten Geschäftsquartal 2003 dank hoher Umsätze mit Krebs- und Antithrombosemedikamenten den Gewinn überraschend stark gesteigert.

Reuters PARIS. Zugleich bestätigte der Konzern für das Kerngeschäft trotz der Wechselkursauswirkungen seinen Ausblick für das Gesamtjahr.

Der Netto-Gewinn sei in den drei Monaten um 18,8 Prozent auf 603 Millionen Euro oder 76 Cent von 507 Millionen Euro oder 64 Cent je Anteilschein gesteigert worden, teilte das in Straßburg ansässige Unternehmen am Dienstag mit. Analysten hatten im Schnitt einen Gewinn von 575 Millionen Euro oder 73 Cent je Aktie vorausgesagt.

"Wir sind erfreut über unsere Entwicklung im zweiten Quartal", sagte der Vorsitzende des Aventis-Verwaltungsrates, Igor Landau. Das Unternehmen habe trotz widriger Wechselkursentwicklungen ein solides Gewinnwachstum erzielt, fügte er hinzu.

Allergiemedikament Allegra einer der Umsatzbringer

Der Umsatz wuchs nach Angaben des im Jahr 2000 aus der Verschmelzung des deutschen Chemie- und Pharmakonzerns Hoechst mit dem französischen Konkurrenten Rhone-Poulenc hervorgegangenen Unternehmens um 6,9 Prozent auf 4,17 Milliarden Euro. Dazu habe eine Steigerung der Erlöse aus dem Verkauf des Allergiemedikaments Allegra mit einem Plus von 8,6 Prozent beigetragen. Der Allegra-Umsatz sei zwar weltweit auf 501 Millionen von 565 Millionen Euro vor einem Jahr gesunken. Ohne Berücksichtigung von Wechselkurseffekten sei jedoch die Steigerung um 8,6 Prozent auch in den USA erzielt worden, obgleich hier der Wettbewerber Schering-Plough sein konkurrierendes Medikament Claritin zu einem Bruchteil des ursprünglichen Preises an den Markt gebracht habe.

Nach einer enttäuschenden Entwicklung in den vergangenen Quartalen sei auch der Umsatz mit dem Thrombosemittel Lovenox um 18,5 Prozent ausgeweitet worden. Ohne die Auswirkungen der Wechselkursveränderungen wäre der Umsatz wegen der stärkeren Nutzung von Lovenox um 21,3 Prozent auf 411 Millionen Euro gestiegen.

Die Aventis-Aktien hatten am Montag an der Börse in Paris mit 47,30 Euro geschlossen. Seit Jahresbeginn hinken die Titel auf Grund von Sorgen über mögliche Nachahmerprodukte für Allegra und Lovenox dem europäischen DJ-Stoxx-Gesundheits-Index um etwa zehn Prozent hinterher.

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