Ausblick
Chirac-Sieg dürfte Finanzmärkte ungerührt lassen

Der Wahlsieg des französischen Präsidenten Jacques Chirac dürfte Analysten zufolge die Finanzmärkte weitgehend unberührt lassen.

rtr PARIS. Der Wahlsieg des französischen Präsidenten Jacques Chirac dürfte Analysten zufolge die Finanzmärkte weitgehend unberührt lassen. Chiracs weithin erwarteter Sieg über den rechtsradikalen Politiker Jean-Marie Le Pen ändere nichts daran, dass es wenig Reformspielraum in Frankreich gebe, sagten Experten am Montag vor Handelsbeginn.

"Es sind gute Nachrichten für die Demokratie, aber nicht, was die Wahrscheinlichkeit umfangreicher Wirtschaftsreformen angeht", sagte Veronique Riches-Flores, Chef-Volkswirtin der französischen Bank Societe Generale. Es fehlten klare Perspektiven für die künftige Wirtschaftspolitik.

Chirac war am Sonntag mit einer Mehrheit von 82 % wieder zum Präsidenten gewählt worden, nachdem Le Pen in der ersten Wahlrunde vor zwei Wochen einen Überraschungserfolg erzielt hatte. Im Blickpunkt der Märkte hatten Le Pens Stimmen im zweiten Wahlgang gestanden. Ein Anteil von über 30 % hätte seiner Partei Front Nationale nach Ansicht von Marktteilnehmern starken Rückenwind für die Parlamentswahlen im Juni gegeben.

"Für die Märkte heißt es: Zurück zum Status quo", sagte Jean-Francois Mercier, Marktstratege bei Schroder Salomon Smith Barney. "Verschwunden ist allein die Unsicherheit, dass die extreme Rechte bei den Parlamentswahlen ein potenzielles Ärgernis werden könnte."

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