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Ausblick: Citigroup steigert Gewinn und Ertrag im zweiten Quartal - AnalystenDPA-Datum: 2004-07-12 10:29:32

(dpa-AFX) NEW York - Der weltgrößte Finanzkonzern Citigroup < C.NYS > < TRV.FSE > hat im zweiten Quartal nach Einschätzung von Analysten Gewinn und Ertrag deutlich gesteigert. Vor allem das Kreditkartengeschäft sollte sich positiv entwickelt haben. 14 von dem Finanzdienstleister multex befragte Analysten erwarten im Schnitt ein Ergebnis je Aktie von 92 Cent, verglichen mit 83 Cent ein Jahr zuvor. Beim Ertrag wird ein Zuwachs von 19,35 auf 21,99 Milliarden Dollar erwartet. Der Konzern will an diesem Donnerstag (15. Juli) seine Zahlen für das zweite Quartal präsentieren.

(dpa-AFX) NEW York - Der weltgrößte Finanzkonzern Citigroup < C.NYS > < TRV.FSE > hat im zweiten Quartal nach Einschätzung von Analysten Gewinn und Ertrag deutlich gesteigert. Vor allem das Kreditkartengeschäft sollte sich positiv entwickelt haben. 14 von dem Finanzdienstleister multex befragte Analysten erwarten im Schnitt ein Ergebnis je Aktie von 92 Cent, verglichen mit 83 Cent ein Jahr zuvor. Beim Ertrag wird ein Zuwachs von 19,35 auf 21,99 Milliarden Dollar erwartet. Der Konzern will an diesem Donnerstag (15. Juli) seine Zahlen für das zweite Quartal präsentieren.

Vor allem die Entwicklung in den einzelnen Geschäftsfeldern wird genau analysiert werden. Das Kreditkartengeschäft sollte stark zum Gewinn beigetragen haben. Im vergangenen Jahr hatte Citigroup das Kreditkartengeschäfts des Einzelhandels- und Versandkonzerns Sears Roebuck und der Baumarktkette Home Depot übernommen.

Analysten betonen, dass aufgrund von Skaleneffekten durch die Übernahmen die Kosten je einzelner Karte stark gesunken und der Profit wohl deutlich gestiegen sei. Die sei schon im ersten Quartal deutlich geworden. Nun gehe es darum, das Kreditkartengeschäft global weiter auszubauen. Die Analysten von Piperjaffray erwarten, dass das Kreditkartengeschäft der Citigroup im Gesamtjahr 2004 weltweit um 28 Prozent wächst. Sinkende Einnahmen sehen die Analysten hingegen im Handel mit festverzinslichen Wertpapieren. Eine Verbesserung sollte es bei den Provisionen im Geschäft mit Fusionen und Übernahmen gegeben haben.

Informatioen ZU Expansionsplänen Gewünscht

Neuigkeiten erhoffen sich die Analysten in diesem Bereich vor allem bezüglich der internationalen Expansion. Citigroup möchte früheren Angaben zufolge auch in China angreifen. Nur ein Bruchteil der Bevölkerung besitzt dort eine Kreditkarte. "Die Citigroup könnte wie mehrere große US-Banken das Bestreben haben, durch Übernahmen eine wahre internationale Universal-Bank zu werden", schreiben die Analysten von Piperjaffray. So hatte der Konzern erst im Februar bekannt gegeben, im Zuge seiner globalen Expansionsstrategie die südkoreanische Koram Bank für mehr als zwei Milliarden Euro zu übernehmen. "Hier erwarten wir auch Informationen, wie man den angedrohten Massenstreik bei Koram vermeiden will", schreiben die Analysten von Blaylock & Partners.

Immer wieder kreisen im Markt auch Spekulationen, wonach die Citigroup am Kauf eines deutschen Institutes interessiert ist. Erst im März tauchten Gerüchte über einen Kauf der Deutschen Bank auf. Hintergrund für die nicht abreißenden Spekulationen ist die im Vergleich zur internationalen Konkurrenz geringe Profitabilität sowie der niedrige Börsenwert vieler deutscher Banken. So erzielte der Branchenprimus, die Deutsche Bank, 2003 einen Überschuss von etwa 1,4 Milliarden Euro. Die Citigroup kommt auf mehr als das Zehnfache. Das hat Auswirkungen auf den Aktienwert, welcher bei Übernahmen und Fusionen eine entscheidende Rolle spielt.

Die 1998 aus der Fusion der Citicorp und der Travelers Group entstandene Citigroup ist der global führende Anbieter von Finanzdienstleistungen. Das Unternehmen ist in über hundert Ländern tätig und zählt weltweit über 200 Millionen Kunden. Die Citigroup ist im Konsumenten- und Firmenkundengeschäft, im Versicherungsgeschäft, Investmentbanking und in der Vermögensverwaltung tätig. Zu den wichtigsten Tochtergesellschaften gehören die Citibank, das Brokerhaus Salomon Smith Barney, Primerica Financial Services und Travelers Life & Annuity.

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