Ausblick
Peugeot hat mehr Schwung als Renault

Das "Rennen" der französischen Automobilbauer PSA Peugeot Citroen SA, Paris, und Renault SA, Boulogne Billancourt, um die besseren Halbjahreszahlen wird nach Meinung von Analysten der PSA-Konzern gewinnen.

vwd PARIS. Allerdings sehen die Analysten für den Donnerstag wenig Platz für eine Überraschung, eher werde sich der Trend des vergangenen Jahres durchsetzen. Dies habe sich mit den jüngsten Absatzzahlen für das erste Halbjahr bereits angedeutet. "Wird sich Renault im zweiten Halbjahr erholen? Und wird Peugeot den derzeitigen Schwung beibehalten?", lauten die Fragen laut Gaetan Toulemonde, Analyst bei der Deutschen Bank in Paris.

Peugeot Citroen wird von den Analysten für das elfprozentige Absatzwachstum auf 1,6 Mio Fahrzeuge gelobt sowie für ihre Dieseltechnik und die "ansprechende Produktpalette". Die Experten gehen davon aus, dass sich der Umsatz des Automobilherstellers auf 24,86 (22,49) Mrd. Euro erhöhen wird, Das Betriebsergebnis ohne außerordentliche Posten soll auf 1,4 (1,16) Mrd. Euro steigen, der Nettogewinn auf 939,25 (755) Mill. Euro Bei Renault dagegen erwarten die Analysten, dass das Halbjahres-Betriebsergebnis auf 342,6 Mill. (1,15 Mrd) Euro zurückgeht. Der Umsatz soll sich auf 17,57 (20,77) Mrd Euro reduzieren.

Beim Absatz hatte Renault einen 3,3-prozentigen Rückgang auf 1,21 Millionen Einheiten verkündet. Der europäische Markt war im Schnitt um 1,8 Prozent geschrumpft. Renaults Marktanteil sank in dieser Region auf 10,9 (11,1) Prozent. Im Mai hatte Renault gewarnt, dass es "extrem schwierig" werde, das Jahresziel zu erreichen, nämlich ein um vier Prozent verbessertes Betriebsergebnis. Der Nettogewinn soll auf 565 (233) Mill. Euro steigen - dank 273 Mill. Euro Beitrag der Nissan Motor Co Ltd, Yokohama, an der Renault mit 36,8 Prozent beteiligt ist.

Der schwache europäische Markt sowie starke Rückgänge in der Türkei und in Argentinien haben Renault hart getroffen. Außerdem sei die Modellpalette des Automobilherstellers älter und weniger ansprechend als die des Mitbewerbers PSA. Sie erhoffen sich erste positive Impulse durch den im Juni auf den Markt gebrachten neuen Renault Clio. Gaetan Toulemonde ist überzeugt, dass Renault sich in der zweiten Jahreshälfte erholen und Peugeot ihren Schwung beibehalten werde. Das sieht Michael Raab, Analyst bei Sal. Oppenheim anders: "Mit ihrer mageren Modellpalette ist Renault derzeit nicht in der Lage, die Absatzzahlen in einem schwächer werdenden Markt zu erhöhen."

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