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Ausblick: Sondereffekt belastet 2. Quartal von Schwarz Pharma - Mylan-Einigung

(dpa-AFX) Monheim - Der Arzneimittelhersteller Schwarz Pharma < SRZ.ETR > wird im zweiten Quartal wegen eines Sondereffektes nach Ansicht von Analysten vorübergehend in die roten Zahlen rutschen. Zwölf von dpa-AFX befragte Analysten rechnen mit einem Verlust von 7,18 Millionen Euro, nach einem Plus von 88,6 Millionen Euro im Vorjahresquartal.

(dpa-AFX) Monheim - Der Arzneimittelhersteller Schwarz Pharma < SRZ.ETR > wird im zweiten Quartal wegen eines Sondereffektes nach Ansicht von Analysten vorübergehend in die roten Zahlen rutschen. Zwölf von dpa-AFX befragte Analysten rechnen mit einem Verlust von 7,18 Millionen Euro, nach einem Plus von 88,6 Millionen Euro im Vorjahresquartal.

Beim Umsatz sagten die Experten einen Rückgang um 50 Prozent auf 245 Millionen Euro (VJ: 509,9) voraus. Das operative Ergebnis fällt nach den Schätzungen auf Minus 5,9 Millionen Euro (VJ: 149,5). In der Bilanz schlägt zudem die Konkurrenz für das Nachahmermedikament Omeprazol negativ zu Buche. Schwarz Pharma wird seine Quartalsbilanz an diesem Montag zwischen 7.00 und 7.30 Uhr veröffentlichen. Für 15.00 Uhr ist dann eine Telefonkonferenz angesetzt.

Der Säure-Hemmer Omeprazol zur Behandlung von Sodbrennen ist ein Nachahmerpräparat des Magenmittels Prilosec des britisch-schwedischen Pharmakonzerns Astrazeneca < AZN.ISE > < AZN.SSE > < ZEG.FSE > und hatte Schwarz Pharma im zweiten Quartal 2003 zu einem kräftigen Gewinnplus verholfen. Die Omeprazol-Umsätze sind jedoch seit August 2003 durch den Markteintritt von Konkurrenzunternehmen wie Mylan und der Novartis-Tochter Lek < Novn.VTX > < NOT.FSE > kräftig unter Druck geraten.

Merrill Lynch-Analyst Andreas Schmidt rechnet für das zweite Quartal mit einem Omeprazol-Umsatz von 65 Millionen Euro. Andreas Theisen von der Westlb hält 55 Millionen Euro für möglich.

Hohe Sondereffekte Durch Einigung MIT Mylan - Auflösung VON Rückstellung

Ende Juni hatte sich Schwarz Pharma in einem Patentstreit um Omeprazol mit den Konkurrenten Mylan < MYL.NYS > < MYL.FSE > und Esteve Quimica S.A in einer außergerichtlichen Einigung auf eine Zahlung von 50 Millionen Dollar geeinigt. Die 50 Millionen Dollar werden aber nicht nur von Schwarz aufgebracht, sondern auch von den beiden Lizenznehmern Merck Kgaa < MRK.ETR > und Andrx < Adrx.NAS > < ADX.ETR > , die auch an den Omeprazol-Gewinnen beteiligt waren. LRP-Analyst Alexander Groschke rechnet mit einem Anteil für Schwarz Pharma in Höhe von 35 Millionen Euro.

Ein deutliches Abrutschen in die Verlustzone könnte durch die Auflösung von Rückstellung abgefedert werden, glauben einige Analysten: "Schwarz könnte einen Teil der im vergangenen Jahr gebildeten Rückstellungen auflösen, so dass unterm Strich eine null herauskommt", sagte Groschke. Analyst Ulrich Huwald von M.M. Warburg sagte dazu: "Insgesamt hat Schwarz Pharma 100 Millionen Dollar zurückgestellt und es könnten ungefähr 40 Millionen Dollar aufgelöst worden sein."

Experten Erwarten Bestätigung DES Ausblicks

Neben der Bestätigung des Ausblicks auf das laufende Geschäftsjahr rechnen Analysten mit Aussagen zu den Medikamenten in der Entwicklung. Hier liegt der Fokus auf Rotigotine (Parkinson, unruhige Beine-Syndrom) und Harkoseride (Epilepsie, Schmerzbehandlung). Rotigotine ist für Parkinson in der dritten Phase der klinischen Entwicklung und damit das am weitesten fortgeschrittene Medikamentenprojekt. Die Zulassungsunterlagen für die Markteinführung sollen im vierten Quartal eingereicht werden.

Für 2004 erwartet das Mdax-Unternehmen < Mdax.ETR > unverändert ein Umsatzvolumen von 800 bis 850 Millionen Euro und einen "marginal positiven" Jahresüberschuss.

^Prognosen: (alle Angaben in Millionen Euro)

Zweites Quartal Umsatz Betriebsergebnis Überschuss

Durchschnitt 245-5,9-7,18 Höchste Schätzung 268,23 5 0 Niedrigste Schätzung 235-30-35 Anzahl der Schätzungen 12 12 12 Q2 2003 509,9 149,5 88,6°

^Befragte Banken:

Bankhaus Metzler Berenberg Bank Equinet DZ Bank GS Hsbc HVB Group ING BHF Bank ML M.M.Warburg Sal. Westlb°

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