Ausfälle
Lufthansa streicht heute 50 Flüge

Amerikanische Fluggesellschaften nehmen den Flugbetrieb in Richtung USA wieder auf. Die Lufthansa hat noch keine Flugerlaubnis. Das Auswärtige Amt, die Fluggesellschaften und die Reiseveranstalter haben Hotlines eingerichtet.

ddp/rtr FRANKFURT/LONDON. Eine erste Maschine traf aus den USA kommend in London ein. US-Maschinen mit dem Ziel USA starteten in London, Madrid und Amsterdam. Die Erlaubnis, in den USA zu landen, erhielten jedoch nur US-Fluggesellschaften. Asiatische und europäische Fluggesellschaften wie Lufthansa, Swissair und Air France warteten heute noch immer auf grünes Licht. "Im Moment ist noch offen, wann wir wieder Flüge in die USA aufnehmen können", sagte eine Lufthansa-Sprecherin in Frankfurt. Die beiden New Yorker Flughäfen und einer im Raum New York wurden unterdessen am Donnerstagabend wieder geschlossen und blieben auch am Freitag vorerst zu.

Auf dem Flughafen London-Heathrow landete am Freitagmorgen die erste aus den USA kommende Maschine seit Dienstag. Der Luftraum über den USA war nach Terroranschlägen mit entführten Flugzeugen auf das World Trade Center in New York und das US-Verteidigungsministerium in Washington am Dienstag gesperrt worden. Am Mittag teilte American Airlines mit, eine ihrer Maschinen zum ersten Mal seit Dienstag wieder von Großbritannien in die USA geflogen sei. Die Fluggesellschaft United Airlines kündigte fünf Flüge aus den USA nach Großbritannien an.

Am Freitagvormittag nahm Delta Airlines ihre Flüge von Spanien in die USA wieder auf. Ebenso wie die anderen europäischen Gesellschaften warte die spanische Iberia darauf, ihren Flugverkehr in die USA wieder aufnehmen zu können. Die Lufthansa musste seit Dienstag bereits über 100 Flüge in die USA streichen und konnte bis heute mittag noch nicht sagen, wann sie die Erlaubnis für die nächsten Flüge dorthin erhalten würde. "Wenn wir grünes Licht bekommen, sind wir aber kurzfristig in der Lage, zu fliegen", sagte die Lufthansa-Sprecherin. Obwohl Swissair nach eigenen Angaben alle Auflagen der FAA bezüglich erhöhter Sicherheitsmaßnahmen erfüllte, erhielten auch die Piloten der Schweizer Fluglinie noch keine Freigabe für die Flüge in die USA. Swiss Air sagte alle US-Flüge für Freitag ab, nachdem auch die für Donnerstagabend angesetzten Flüge kurzfristig gestrichen worden waren. Insgesamt zehn Flüge in die USA musste die französische AirFrance für Freitagvormittag ab Paris streichen.

Die beiden New Yorker Flughäfen John F. Kennedy International Airport und LaGuardia und ein dritter im New Yorker Raum wurden am Donnerstagabend (Ortszeit) wieder geschlossen, nachdem es dort zu mehreren Festnahmen gekommen war. Alle Festgenommenen wurden am Freitag wieder frei gelassen, einen terroristischen Hintergrund habe es nicht gegeben, erklärten die Behörden.

Für die auf dem Frankfurter Flughafen festsitzenden Passagiere mit Ziel USA sind rund 1000 Übernachtungsangebote von Privatleuten aus dem Umland eingegangen. «1000 Mal Danke für die große Hilfsbereitschaft», sagte ein Sprecher der Flughafen-Gesellschaft Fraport am Freitag. Etwa 60 meist amerikanische Reisende seien privat untergekommen. In Wien warteten nach Angaben der Austrian Airlines (AUA) am Freitag noch 380 Flugpassagiere auf eine Möglichkeit zum Rückflug in die USA.

Zwischenzeitlich öffneten eine ganze Reihe von US-Flughäfen wieder. Eine ständig aktualisierte Liste der den neuen Sicherheitsvorkehrungen entsprechenden Flughäfen veröffentlicht die amerikanische Luftraumbehörde Federal Aviation Administration im Internet.

Fluggesellschaften:

Air France: 0033 / 800 800 812

American Airlines: 01803/24 23 24

Austrian Airline: +43 (0) 1 68 093

British Airways

: +44 191 490 7901

Canada 3000: Hier wird keine Hotline angeboten. Auf den Internetseiten ist aber zu lesen, dass Tickets, die für den 11. oder 12. September ausgestellt waren in dem Zeitraum von 60 Tagen umgetauscht werden können.

Delta Airlines: 0180 - 333 7880

Deutsche Lufthansa : 01803/803 803. Für Reisende des Unternehmens wurde eine weitere Telefon-Hotline unter der Nummer 0800/100 94 99 eingerichtet. Auf der Homepage können auch die umgeleiteten bzw. zurückgekehrten Flüge von gestern abgerufen werden.

Iberia : 01803 000613



KLM: +31 (0)20 - 4747747. KLM weist dringend darauf hin, dass Passagiere der gestrichenen Flüge nicht zum Flughafen Schiphol in Amsterdam kommen sollen.

Swissair: 0800 707 507, weitere Hotlines werden von der Flugesellschaft unter folgenden Nummern angeboten:
+41 1 253 4895 oder +41 22 710 8880

United Airlines:

in Amerika: 001-800-9 32-85 55; in Deutschland 069/ 66985407

US Airways : 0180 - 3000 609. US Airways verpflichtet sich, nicht genutze Ticket zurück zuerstatten. Erstattet werden Tickets für: US Airways, US Airways Express, US Airways Shuttle, and MetroJet. Die Möglichkeit Fragen bzgl Ihrer Tickets zu stellen erhalten Sie hier.

Bahn:

Deutsche Bahn

: 01805/99 66 33

Reiseveranstalter:

Thomas Cook : 01803/100 380
Preussag/TUI : 0511/5 67 89 00
Besonderheit: TUI hat bis Freitag sämtliche USA-Flugreisen abgesagt.

Das Auswärtige Amt in Berlin hat nach den Terroranschlägen in den USA ein Sondertelefon eingerichtet.

Die Telefonnummer des Auswärtigen Amts für Bürgeranfragen lautet: 0 18 88 / 17 46 00

Für Anrufe aus dem Ausland: 00 49 / 228 / 17 46 00

Bisher können nur die Daten der Anrufenden sowie der Gesuchten aufgenommen werden. Auf Wunsch werden vom Auswärtigen Amt auch Passagierlisten von Airlines abgeglichen.

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