Ausfuhrverbot der EU befürchtet
Ministerium: Es gibt nur eine Nitrofen-Quelle

Alleinige Quelle für die Nitrofen-Verseuchung ist nach bisherigen Erkenntnissen der Behörden die Lagerhalle in Mecklenburg-Vorpommern.

dpa BERLIN. Eine Sprecherin des Bundesverbraucherschutzministeriums sagte am Montag in Berlin unter Berufung auf Ermittlungen des zuständigen Landeskriminalamtes (LKA), in einem Teil der Halle seien bis 1994/1995 "große Mengen" das Unkrautvernichtungsmittel Nitrofen gelagert worden. Sie gehe davon aus, dass das Nitrofen danach "wohl entsorgt worden ist".

Es gebe derzeit keinerlei Hinweise, dass eine "andere Quelle" als das ehemalige DDR-Pestizid-Lager für die Verseuchung in Betracht komme. Kontroll- und Aufsichtspflicht für das Lager und dessen Nutzung habe "im Zweifel" das Land, sagte die Sprecherin des Bundesministeriums.

Die EU-Kommission begann unterdessen mit der Prüfung des deutschen Eilberichts zum Nitrofen-Skandal. Ob Brüssel ein Ausfuhrverbot für deutsche Öko-Produkte verhängen wird, war am Montag zunächst offen. Über mögliche Konsequenzen könne noch keine Aussage gemacht werden, sagte eine Sprecherin von EU-Verbraucherschutz-Kommissar David Byrne der dpa.

Der Agrarminister von Mecklenburg-Vorpommern, Till Backhaus (SPD), warf der Norddeutschen Saat- und Pflanzgut AG (NSP) mangelnde Kooperationsbereitschaft bei der Aufklärung des Nitrofen-Skandals vor. Die NSP hatte die Malchiner Halle seit August 2001 als Öko- Getreidelager angemietet. Am Mittag wollte sich Backhaus gemeinsam mit Staatsanwaltschaft und LKA zum Stand der Ermittlungen äußern.

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