Ausgabepreis von Softship als negatives Signal
Kaum Nachfrage nach Lignum

Im Telefonhandel hat es am Dienstag nach Angaben von Händlern kaum Nachfrage nach den Aktien des Holzmaschinenherstellers Lignum Technologie AG gegeben. Norbert Empting, Händler bei der auf den vorbörslichen Handel spezialisierten Börsenmakler Schnigge AG, sagte, der erste gehandelte Kurs habe 13 Euro betragen, bislang seien um die 1 000 Stücke umgegangen. Nachfrage käme ausschließlich von privaten Anlegern.

rtr/dpa FRANKFURT. Der unter der Preisfindungsspanne festgelegte Ausgabepreis der Softship AG sei nicht unbedingt ein positives Zeichen für den Markt, sagte Empting. Sowohl bei dem Softwareanbieter Softship als auch bei dem Friseurfilialisten Essanelle seien bei Schnigge bis zum Mittag keine Stücke umgegangen. Ein Händler des Wertpapierhandelshauses Lang & Schwarz sagte, im vorbörslichen Handel herrsche "pure Langweile". Bei Softship und Windwelt seien bis zum Mittag kaum etwas umgegangen.

Am Vormittag hatte der Schopflocher Holzmaschinenherstellers Lignum Technologie AG bekanntgegeben, daß die Aktien in einer Preisspanne von zwölf bis 15 Euro zum Kauf angeboten werden. Die am Dienstag beginnende Zeichnungsfrist endet am 2. Juli um 12.00 Uhr, wie aus der veröffentlichten Finanzanzeige hervor geht.

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Die Erstnotiz am Kleinwertesegment SMAX ist für den 4. Juli geplant. Angeboten werden bis zu rund 12,2 Mill. Aktien, von denen 4,47 Mill. aus einer Kapitalerhöhung und 7,71 Mill. Aktien aus dem Besitz der Altaktionäre stammen. Zudem stehen 1,76 Mill. Aktien für eine Mehrzuteilungsoption zur Verfügung.

Auf Basis der Preisspanne ist Lignum damit nach dem Börsengang mit 403,2 und 504 Mill. Euro bewertet. Nach dem Börsengang wird der Streubesitzanteil den Angaben zufolge bei rund 40 % liegen, mit etwa 60 % wird sich Lignum weiterhin mehrheitlich in Familienbesitz befinden. Im vorbörslichen Handel per Erscheinen wurden die Aktien des Unternehmens bei dünnen Umsätzen zu 13,00 Euro gehandelt.

Deutliche Zuwächse bei Umsatz und Ertrag

Ein Bankenkonsortium unter der Leitung der Deutschen Bank werde die Aktien breit gestreut in Deutschland sowie im Wege einer Privatplatzierung außerhalb von Deutschland platzieren, heißt es in der Anzeige weiter. Weitere Mitglieder im Konsortium sind die Commerzbank AG und die Landesbank Baden-Württemberg.

Im ersten vollständigen Geschäftsjahr habe Lignum Technologie sein Ziel erreicht, sagte Vorstandsmitglied Ralph Köster in Frankfurt. Neben deutlichen Zuwächsen bei Umsatz und Ertrag habe der Hersteller von Maschinen für die holzverarbeitende Industrie seinen Weltmarktanteil auf rund 24 % ausbauen können. Das Unternehmen habe im abgelaufenen Geschäftsjahr seinen Umsatz um 21,1 % auf 1,4 Mrd. DM (etwa 0,7 Mrd. Euro) ausgedehnt. Der Auslandsanteil sei nach 62 % im Vorjahr auf knapp 70 % gestiegen. Im ersten Quartal 2001 habe der Jahresüberschuss um 26,7 % auf 5,8 Mill. Euro zugelegt.

Das Unternehmen werde durch den Börsengang zwischen 50 Mill. und 60 Mill. Euro einnehmen, sagte Vorstandssprecher Klaus Bukenberger. Das erworbene Kapital solle zum Ausbau der Produktpalette, zum Kauf spezialisierter Unternehmen zunächst im Bereich "Pressen und Schleifen" sowie zum weltweiten Ausbau von Vertriebswegen und Service genutzt werden. Lignum Technologie ist vor zwei Jahren aus der Fusion der Unternehmensgruppen von Homag und IMA hervorgegangen und in über 60 Ländern präsent.

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