Ausgeglichenes Nachsteuerergebnis im Folgejahr angekündigt
Feedback verbuchte 2000 höhere Verluste

rtr FRANKFURT. Das Multimedia Feedback AG-Unternehmen ist im Geschäftsjahr 2000 bei steigenden Umsätzen wie geplant tiefer in die Verlustzone gerutscht. Investitionen in die Telekommunikationsinfrastruktur sowie hohe Zuwachsraten beim Personal hätten das Ergebnis belastet, sagte Vorstandschef Ernst Kick am Donnerstag in Frankfurt. Nach Steuern habe sich im Jahr 2000 der Verlust auf 1,6 Mill. ? von 0,37 Mill. ? im Vorjahr ausgeweitet und damit knapp den geplanten Verlust von 1,5 Mill. ? verfehlt. Der operative Verlust (Ebit) habe sich auf 2,8 Mill. ? von minus 0,5 Mill. ? erhöht. Der Umsatz sei mit einem Zuwachs um 134 % auf 5,14 Mill. ? leicht besser als die prognostizierten 5,07 Mill. ? ausgefallen. Für 2001 kündigte Kick einen Umsatzanstieg auf 10,5 Mill. ? bei einem ausgeglichenen Nachsteuerergebnis an.

Kick zeigte sich angesichts der "soliden Geschäftspolitik" zuversichtlich, die prognostizierten Ziel für 2001 mit dem vorhanden Personal realisieren zu können. Im vergangen Jahr sei die Zahl der Mitarbeiter auf 95 von 56 aufgestockt worden. Aber auch Übernahmen schloss der Vorstandschef nicht völlig aus. Der Markt werde sehr genau beobachtet. Allerdings kämen nur Unternehmen in Frage, die bereits schwarze Zahlen schrieben, sagte Kick. Auch international wolle die auf die Zusammenführung von Internet, Telekommunikation und Fernsehen spezialisierte Feedback AG 2001 stärker Fuß fassen. Angestrebt werde der Markteintritt in Italien mittels Marketing- und Vertriebsniederlassung. 2002 sollen dann möglicherweise Großbritannien, Spanien und Frankreich folgen, kündigte Kick an.

Investitionen in mobile Kommunikation sollen sich auszahlen

Die nachlassende US-Konjunktur und damit einhergehende Verschiebungen von Investitionsentscheidungen der Unternehmen wirkten sich derzeit nicht auf die Geschäftsentwicklung der am Neuen Markt notierten Feedback AG aus. "Wir haben einen sehr guten Altkundenbestand", sagte der Vorstandschef. Allerdings räumte er ein, dass einige potenzielle Neukunden sich bei ihrer Entscheidung mehr Zeit ließen. Dabei handele es sich jedoch meist um Verzögerungen von einem Monat, sagte Kick.

Als richtige Entscheidung wertete es Kick, im vergangenen Jahr größere Investitionen im Bereich mobile Kommunikation unternommen zu haben."Die Nachfrage auf der (Computermesse) CeBIT zeigt, dass wir auf das richtige Pferd gesetzt haben", sagte der Vorstandschef. Dabei profitiere Feedback "von dem derzeitigen Hype in der SMS-Technologie". Feedback erstellt Kick zufolge unter anderem für Unternehmen Business-Modelle, wie diese mittels Austausch von Kurznachrichten per Handy (SMS) eine stärkere Kundenbindung erreichen können. Hauptumsatzträge sei jedoch der Bereich New Media Services. Beispielsweise biete die Regensburger Feedback neben Business-TV für Unternehmen Internet-TV-Sendungen für Messen und Congresse an. Der Kunden könne dann via Internet gezielt Beiträge von Messe- und Congress-Veranstaltungen nacharbeiten. Im November 2000 hatte das Konvergenzunternehmen eine Kooperation im Internet-Bereich mit der Messe München für zwei Internetportale im Hochtechnologiesegment geschlossen. Auf der Kundenliste von Feedback stünden außerdem Gesellschaften wie der US-Konzern Sun Microsystems oder der Europa-Fachpresse-Verlag München.

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