"Ausgemachte Sache"
Analysten rechnen mit Aufnahme der Deutschen Post in den Dax

dpa/afx FRANKFURT/BERLIN. Die Aufnahme der Deutschen Post Worldnet in den Dax ab März gilt unter Marktbeobachtern inzwischen als ausgemachte Sache. Auch die Analysten der Bankgesellschaft Berlin rechnen damit, dass der Arbeitskreis Aktienindizes der Deutschen Börse AG am Mittwoch einen entsprechenden Beschluss fällt. In ihrer am Dienstag in Berlin veröffentlichten Kurzstudie nennen sie als mögliche Abstiegskandidaten den Sportartikelhersteller Adidas-Salomon und den Handelskonzern Karstadt-Quelle. Die spannende Frage ist vor allem, welchen von beiden letztlich das Schicksal trifft.

Die Analysten der Bankgesellschaft Berlin sehen es als eher wahrscheinlich an, dass Karstadt-Quelle den Dax verlassen wird, "da die Deutsche Börse bereits jetzt zusätzlich das Kriterium des Streubesitzes berücksichtigt, welcher bei Adidas-Salomon deutlich höher liegt als bei Karstadt-Quelle". Die Deutsche Börse selbst wollte Spekulationen über mögliche Aufstiegs- und Abstiegskandidaten am Dienstag nicht kommentieren.

Deutsche Börse macht für die Post eine Ausnahme

Das Ergebnis der Beratungen des Arbeitskreises Aktienindizes soll am Mittwoch um 22.00 Uhr bekannt gegeben werden. Die Entscheidung wird dann am 16. März in Kraft treten. Eigentlich erfolgen Entscheidungen über die Zusammensetzung des Dax immer nur im September, schreiben die Experten der BG Berlin. Außerordentliche Anpassungen seien aber möglich, wenn große Emissionen "relativ zeitnah in den Indizes berücksichtigt werden müssen".

Das gilt nach Ansicht der Analysten eindeutig für die Deutsche Post, die nach der für die Entscheidung der Deutsche Börse relevanten Rangliste vom 31. Januar 2001 beim Umsatz Rang 23 und bei der Marktkapitalisierung Rang 19 belegt.

Zwei bis drei Austauschkandidaten im Nemax

Ebenfalls begutachtet wird der Nemax-50. Hier gibt es nach Ansicht der Bankgesellschaft Berlin fünf mögliche Austauschkandidaten. "Aufgrund der immer noch hohen Volatilität in diesem Segment", schrieben die Experten, "ist nicht damit zu rechnen, dass alle möglichen Kandidaten ausgetauscht werden. Wir erwarten maximal zwei bis drei."

Zu den Aufstiegskandidaten zählt die Bankgesellschaft Berlin die Aktien des Martinsrieder Biotech-Unternehmens MorphoSys, CPC Biotech, Lambda Physik, SAP Systems Integration und Umweltkontor Renewable Energy AG. Als Abstiegskandidaten nannten die Fachleute die Constantin Film AG, Gauss Interprise, Edel music, SER Systems und die Primacom AG.

Die Deutsche Börse schaut sich nach Angaben eines Sprechers bei der Neuzusammensetzung des Nemax-50 die 60 größten Unternehmen an und orientiert sich dabei an der Markt- und der Börsenkapitalisierung. Spekulationen über mögliche Firmen, die nun in den Nemax-50 aufsteigen oder den Index verlassen müssen, wollte der Sprecher nicht kommentieren.

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