Ausgesprochen dünne Umsätze
Dax tendiert im Verlauf fester

Die steuerlich motivierten Verkäufe der Privatanleger seien nun vorbei, sagte ein Händler.

vwd FRANKFURT. Etwas fester notiert der Dax am Donnerstagnachmittag. Der Index gewinnt bis gegen 15.35 Uhr 0,3 % bzw. 20,46 Stellen auf 6 348,62. Die steuerlich motivierten Verkäufe der Privatanleger seien nun vorbei, sagte ein Händler. Allerdings seien die Umsätze ausgesprochen dünn. Kurse kämen daher nur zufallsbedigt zustande. Am Markt seien lediglich kleinere Orders unterwegs, so dass erst im neuen Jahr bei Einzeltiteln wieder Tendenzen zu erahnen sein dürften. Zudem verhindere eine leichtere Eröffung an den US-Börsen weitere Kursgewinne, heißt es.

Infineon konnten am Vormittag zunächst zulegen, geben aber mittlerweile wieder deutlich ab. Das Papier verbilligt sich um 1,3 % auf 38,21 Euro. Das überrascht Marktbeobachter, die auf guten Vorgaben der US-Halbleiterwerte verweisen, die zum Teil kräftige Kurssteigerungen verzeichneten. "Die Halbleiterbranche gilt als zinssensitiv, da beflügeln die Erwartungen von niedrigeren Zinsen die Performance", so ein Händler. Die Infineon-Mutter Siemens hingegen steigt um 0,7 % auf 138,49 Euro. Ein Großauftrag eines portugisischen Mobilfunkbetreibers habe zwar direkt keine große Auswirkung, zeige aber, dass der Konzern mit seinen Produkten auf dem richtigen Weg sei, heißt es.

Die Deutsche Telekom verlieren weiter und notieren mit minus 0,7 % bei 31,93 Euro. Analysten sehen die nächste Unterstützung bei 29 Euro. Die Bonner wollen von ihren Konkurrenten mehr Geld für die so genannte lezte Meile. "Aber es ist fraglich, ob die Regulierungsbehörde dem zustimmt", so ein Händler. Es sei wahrscheinlicher, dass man versuchen werde, ein einheitliches Niveau in Europa zu finden.

Schlechte Nachrichten wollen bei Daimler-Chrysler nicht abreißen

Bei Daimler-Chrysler geht es ebenfalls weiter nach unten, da die schlechten Nachrichten bei Chrysler nicht abreißen. Gerüchte über notwendige Rückstellungen bei DaimlerChrysler für die Verluste der US-Tochter sowie ein Absatzrückgang von Chrysler im Dezember gegenüber dem Vorjahr um knapp 15 % belasten den Wert auch am Donnerstag. "Da ist noch kein Lichtblick zu sehen", so ein Händler. Auch technisch sehe die Lage nicht gut aus. Mittlerweile seien die wichtigsten Unterstützungen gefallen. Die Aktien geben 0,5 % auf 43,11 Euro ab.

Die Verluste bei BMW am Donnerstag führen Händler auf Gewinnmitnahmen zurück. "Ein Kursanstieg von über neun Prozent wie am Vortag kann es schließlich nicht dauernd geben", so ein Marktteilnehmer. Der Kredit an Rover spiele dagegen eine geringe Rolle. "Selbst wenn Rover zahlt, wird sich das über Jahre hinziehen", heißt es. BMW verlieren 1,4 % auf 35,50 Euro.

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