"Ausgezeichnete Rechtslage" und Anspruch auf "hohe Schadenersatzansprüche"
Schröder sieht gute Überlebensperspektive

Mobilcom sei ein "im Kern gesundes Unternehmen", das mit vernünftigem Aufwand auch restrukturiert werden könne, sagte Schröder am Montag in Berlin.

ddp BERLIN. Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) sieht für das angeschlagene Mobilfunkunternehmen Mobilcom nach den Kreditzusagen vom Wochenende eine gute Überlebensperspektive. Das gelte nicht zuletzt auch für den Aufbau des UMTS-Netzes. Gegenüber dem Hauptaktionär France Telecom habe das Büdelsdorfer Unternehmen eine "ausgezeichnete Rechtslage" und Anspruch auf "hohe Schadenersatzansprüche", wenn es zu einer Trennung kommen sollte.

Schröder betonte, die Sicherstellung von Mobilcom durch Kredite im Umfang von 400 Millionen Euro erfolge "nicht durch die öffentliche Hand", sondern durch Darlehen der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) und der Schleswig-Holsteinischen Landesbank. "Es geht nicht um Beihilfen zulasten öffentlicher Haushalte", sondern um Überbrückung einer schuldlos zustandegekommenen Notlage.

Bundeswirtschaftsminister Werner Müller (parteilos) sagte, es handle sich bisher um eine Kreditzusage, die geprüft werde. Er gehe nicht davon aus, dass der Bund diese Kredite besichern müsse. Müller wies die Oppositionskritik zurück, dass die Bundesregierung nur bei Großunternehmen helfe, kleine Firmen jedoch vernachlässige. Müller sagte, dies sei "sachlich schlicht falsch". Die bei MobilCom vergebenen Bürgschaften seien Tagesgeschäft. "Hundertmal am Tag wird mit verbürgten Krediten dem Mittelstand geholfen", sagte Müller.

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