Ausgliederung des Dienstleistungs-Angebots in die Tochter Intercontor AG
Vedes strukturiert Konzern neu

Die Spielwaren-Einkaufsgenossenschaft Vedes strukturiert den Konzern neu. Das Dienstleistungs-Angebot des Spielzeughändlers wird in die Tochter Intercontor AG ausgegliedert.

dpa NÜRNBERG. Einen entsprechenden Beschluss hätten die Mitglieder mit einer Mehrheit von 90 % gefasst, berichtete die Vereinigung der Spielwaren eG-Fachgeschäfte am Mittwoch in Nürnberg. Die Umstrukturierung sei ein weiterer Schritt der Sanierungsmaßnahmen, die bereits im vergangenen Jahr erfolgreich angepackt worden seien, hieß es. Für die Beschäftigten der Gruppe würden sich keine "negativen Änderungen" ergeben.

Die Not leidende Tochter Intercontor AG (IC) gehört zu 98 % der Vedes. Bislang waren in der IC lediglich Beteiligungen der Vedes gebündelt. Der seit Anfang 1999 amtierende Vorstandsvorsitzende Thomas Märtz hatte die oft unrentablen Firmen von 37 auf 18 reduziert. Durch die Verluste bei den Töchtern ist das Eigenkapital von Intercontor geschrumpft. Nun werde die Eigenkapitalsituation verbessert und ein Liquiditätseffekt durch Steuervorteile erzielt, berichtete das Unternehmen. In der Vedes als Holding sollen nach den Plänen künftig nur noch Grundstücke und Gebäude verbleiben.

Die Vedes ist Europas größter Händler für Spielzeug und hat rund 400 Mitglieder. Unter dem Dach der Marke sind europaweit rund 2 000 Spielwaren-Fachgeschäfte zusammengeschlossen. Mit dem Verkauf von Beteiligungen und Kostensenkung hatte Märtz die Verluste im Konzern von zehn Mill. DM 1998 auf 6,5 Mill. DM (3,30 Mill. Euro) im vergangenen Jahr reduziert. Der Konzernumsatz betrug 1,28 Mrd. DM.

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