Auskünfte über Kontakte zum Außenminister im Jahre 1973
Ex-Terroristin will offenbar gegen Fischer aussagen

Die ehemalige RAF-Aktivistin Schiller soll laut Pressebericht zugesagt haben, sich über ihren Kontakt zu Außenminister Fischer im Jahre 1973 vernehmen zu lassen. Die Frankfurter Staatsanwaltschaft will die in Uruguay lebende Schiller als Zeugin im Ermittlungsverfahren gegen Fischer anhören.

dpa MÜNCHEN/FRANKFURT/MAIN. Die deutsche Botschaft in Uruguays Hauptstadt Montevideo soll Schiller bereits gefragt haben, ob sie aussagen wolle, berichtet das Nachrichtenmagazin "Focus". Die Staatsanwaltschaft Frankfurt wollte sich am Sonntag nicht zu dem Verfahren äußern.

Die ehemalige RAF-Aktivistin, die seit 1985 in Südamerika lebt und derzeit als Sprachlehrerin arbeitet, sagte nach den Erkenntnissen des Magazins zu, sich in den Räumen der Botschaft vernehmen zu lassen. Schiller soll über ihren Kontakt zu Fischer im Jahre 1973 Auskunft geben. In ihrer Autobiografie hatte Schiller geschrieben, sie habe damals für ein paar Tage in der Frankfurter Wohngemeinschaft von Fischer und dessen Freund Daniel Cohn-Bendit gelebt.

Als Zeuge im Mordprozess gegen seinen früheren Bekannten Hans-Joachim Klein hatte Fischer Anfang des Jahres behauptet, er habe Schiller niemals beherbergt. Die Frankfurter Staatsanwaltschaft ermittelt deshalb seit einigen Wochen wegen des Verdachts der uneidlichen Falschaussage gegen den Minister.

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