Ausländer in Sicherheit gebracht
Gefechte im Westen der Elfenbeinküste

Regierungstruppen haben am Sonntag im Westen der Elfenbeinküste Rebellen angegriffen, die die Stadt Man besetzt hielten. Zuvor hatte die französische Luftwaffe aus der Region zahlreiche Ausländer ausgeflogen.

Reuters DUEKOUE. "Es gab heftige Bombardierungen, es gab eine Menge Blindgänger", sagte ein kanadischer Missionar aus Man der Nachrichtenagentur Reuters am Telefon. Man ist das Zentrum der hügeligen Region, in der vor allem Kakaobohnen angebaut werden. Die Rebellen haben die Stadt am Donnerstag besetzt. Es handelt sich um eine neu in Erscheinung getretene Gruppe. Seit einem Putschversuch im September hält eine andere Rebellengruppe den mehrheitlich moslemischen Norden des Landes besetzt, die derzeit in Verhandlungen mit Präsident Laurent Gbagbo steht.

Aus der Region Man seien mehr als 160 Ausländer in Sicherheit gebracht worden, darunter 40 Franzosen und 60 Libanesen, sagte ein französischer Armee-Sprecher. Am Tag zuvor hatten sich französische Soldaten mit Aufständischen Gefechte um den Flughafen in Man geliefert. Acht Rebellen wurden Armeeangaben zufolge getötet. Ein Soldat sei verwundet worden.

"Die Rebellen haben meine zwei Autos gestohlen, sie haben mein Geld und mein Mobiltelefon gestohlen", sagte ein französischer Geschäftsmann der Nachrichtenagentur Reuters in einem Hotel in der Hauptstadt Abidjan. "Ich habe so viel zurückgelassen, aber ich bin glücklich, in Sicherheit zu sein."

Elfenbeinküste ist eine frühere Kolonie Frankreichs und der weltweit größte Produzent von Kakaobohnen. Der größtenteils moslemische Norden fühlt sich wirtschaftlich und politisch benachteiligt.

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