Auslandseinsätze der Bundeswehr in der Kritik
Ostermärsche: Mehrere hundert Menschen demonstrieren für Abrüstung

dpa BERLIN/FRANKFURT/M. Bei den traditionellen Ostermarsch- Aktionen der Friedensbewegung in Deutschland demonstrierten auch am Samstag wieder mehrere hundert Menschen für Abrüstung und gegen Krieg und Gewalt. Kundgebungen und Demonstrationen gab es unter anderem in Saarbrücken, Mainz, München und Augsburg. Vor rund 350 Menschen auf dem Münchner Marienplatz sagte Harald Will von der Deutschen Friedensgesellschaft: "Wir fordern eine Friedenspolitik und keine Kriegspolitik."

Bei den Protestaktionen wandte sich die Friedensbewegung auch gegen Auslandseinsätze der Bundeswehr. Die deutschen Streitkräfte dürften nicht wie im Kosovo für Auslandseinsätze missbraucht werden. Die Bundeswehr diene ausschließlich der Landesverteidigung. Die evangelische Bischöfin von Hannover, Margot Käßmann, bedauerte das nachlassende Interesse an den Ostermärschen in der Bundesrepublik. Die Bischöfin schlug im Deutschlandradio vor, Gewalt gegen Ausländer zum Thema künftiger Ostermärsche zu machen. Der Sprecher der Ostermarsch-Aktionen, Willi van Ooyen, sprach von einer gleich bleibenden Beteiligung an den Ostermärschen. Sie liege "auf dem Niveau der vergangenen zwei Jahre". Der "stabile Kern" der Friedensbewegung sei nach wie vor lebendig.

Die Ostermarschierer wollen in diesem Jahr bis zum kommenden Montag auch Unterschriften gegen die Beteiligung deutscher Soldaten an NATO-Kampfeinsätzen sammeln. Insgesamt sind in etwa 50 Orten Aktionen geplant. Die Veranstalter rechnen bis Montag mit mehreren tausend Teilnehmern.

Die Höhepunkte der Ostermarsch-Aktionen lagen in den 60er und später in den 80er Jahren. In der frühen Phase protestierten Hunderttausende vor allem gegen die atomare Rüstung, später gegen eine Aufrüstungspolitik der Nato.

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