Auslastung der Jugendherbergen hat sich verbessert
Geldmangel beschert Jugendherbergen Boom

Niedrigere Einkommen zwingen nach Angaben von Herbergsvätern immer mehr reiselustige Familien, ihre Osterferien in Jugendherbergen zu verbringen. "Der Trend geht eindeutig vom Einzelwanderer oder von Wandergruppen zu Familien", berichtete Herbergsvater Detlef Telschow am Donnerstag im niedersächsischen Altenau bei Goslar.

HB/dpa GÖTTINGEN/GOSLAR. "Vor Festbeginn sind wir schon zu 50 Prozent ausgebucht." Bei Übernachtungspreisen von 10 bis 20 Euro sei die Jugendherberge die preiswerte Alternative selbst zu günstigen Auslandsreisen, sagte seine Göttinger Kollegin Regine Häcker.

Nach Angaben des Deutschen Jugendherbergswerkes (DJH) in Detmold (Nordrhein-Westfalen) sei zudem die unkomplizierte Art in den rund 600 deutschen Jugendherbergen ein Grund, warum Familien ihre Ferien vermehrt dort verbringen. "Bei uns können sich die Kinder richtig austoben und keiner regt sich auf", bestätigte auch Telschow.

Im Harz sei aufgefallen, dass die Schulklassen aus Sachsen-Anhalt ausbleiben, weil wegen der hohen Arbeitslosigkeit die Eltern selbst die Jugendherbergen nicht mehr zahlen können. Eine Zunahme gebe es im Bereich von Lehrgängen und Tagungen.

In allen deutschen Jugendherbergen habe sich die Auslastung in den vergangenen zwei bis drei Jahren verbessert, sagte DJH-Sprecher Knut Dinter. 10,3 Millionen Übernachtungen wurden 2002 in den unterschiedlich großen DJH-Einrichtungen gezählt. Das war im Vergleich zum Vorjahr ein geringer Anstieg um 0,45 Prozent.

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