Auslastung der Passagiermaschinen auf Rekordstand
Lufthansa bleibt auf Wachstumskurs

Wenn Lufthansa-Chef Jürgen Weber am Mittwoch die Neun-Monats-Zahlen vorlegt, erwarten die Analysten glänzende Ergebnisse. Nach Einschätzung der Experten legt die Airline zweistellig zu. Doch Weber geht es um mehr als die Bekanntgabe des Gewinns. Der Lufthansa-Chef will den Blick erneut auf das E-Business lenken.

FRANKFURT/M. Gute Geschäftszahlen gehören für Lufthansa-Chef Jürgen Weber zum Pflichtprogramm, wenn er am Mittwoch die Neun-Monats-Ergebnisse präsentiert. Die Analysten rechnen erneut mit zweistelligen Wachstumsraten. Neben den Ziffern will der Lufthansa-Chef den Fokus aber auch auf das Thema E-Business richten: Weber will den Konzern weiter in Richtung Internet trimmen.

Lufthansa-Chef will Internet-Aktivitäten ausbauen

Der Lufthansa-Chef will die Internet-Aktivitäten der Fluggesellschaft in den nächsten Jahren massiv ausbauen und damit auch an der Börse Punkte sammeln. Bis zum Jahr 2005 sollen rund ein Viertel der Tickets der Airline direkt über das Internet gebucht werden und weitere 10 % über Call-Center. 100 Mill. " will die Fluggesellschaft mit dem Kranich-Logo damit ab 2003 an Vertriebskosten einsparen. Eine neue Holding soll das Geschäft mit der Informationstechnologie bündeln. Geplant ist auch, Tochtergesellschaften wie die E GmbH, -Commerce AirPlus und Star Ticket an die Börse zu bringen, wie Weber bereits im Handelsblatt-Interview ankündigte.

Analysten sehen die Lufthansa wirschaftlich im Steigflug

Wirtschaftlich sehen die meisten Analysten die Lufthansa weiter im Steigflug. Die Branchenexperten rechnen erneut mit glänzenden Zahlen bei Umsatz und Gewinn nach den ersten neun Monaten dieses Jahres. Es wird durchschnittlich erwartet, dass die Lufthansa in den ersten neun Monaten das operative Ergebnis auf 624 Mill. " erhöhen konnte, nach 527 Mill. " im Vorjahreszeitraum. Die Erlöse dürften nach der Konsens-Schätzung der Analysten auf 10,4 Mrd. " gestiegen sein.

Die Einnahmen werden ein gesundes Wachstum aufweisen, erwartet Jonathan Wober, Analyst der Deutschen Bank in London. Grund sei die gute Balance zwischen Angebot und Nachfrage im Luftfahrtsektor allgemein. Die bereits veröffentlichten Verkehrszahlen der Lufthansa weisen zumindest auf ein positives Quartalsergebnis hin. In den ersten neun Monaten wurden deutlich mehr Gäste befördert als im Vorjahreszeitraum. Der Sitzladefaktor - also der Auslastungsgrad der Passagiermaschinen - erreichte mit 75,2 % einen Rekordstand.

Die meisten Analysten sind positiv gestimmt. So hatten sich die Experten von Merck Finck & Co. und Credit Lyonnais jüngst optimistisch zu den Aussichten der Aktie geäußert. Auch Uwe Weinreich, der Lufthansa-Experte der Bankgesellschaft Berlin hält das Lufthansa-Papier nach wie vor für einen Kauf.

Höhe Ölpreise sorgen für Gegewind an der Börse

Nur die Börse hat sich bisher nicht so recht an diesen Vorgaben orientieren wollen. Ungeachtet positiver Zahlen und einer im Halbjahr erhöhten Gewinnprognose konnte das Papier der Airline kaum Auftrieb entwickeln. Der hohe Ölpreis sorgte dafür, dass dem Unternehmen trotz einer umfangreichen Treibstoffpreissicherung an den Aktienmärkten der Wind ins Gesicht blies. Vom Jahreshöchststand bröckelte das Papier bis auf 21 Euro ab, machte jedoch seit vergangenem Monat wieder Boden gut. Gestern notierte die Lufthansa-Aktie um die 24 Euro. Doch Lufthansa-Chef Weber ist optimistisch: Er sieht das Papier zum Jahresende auf 30 Euro.

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