Ausmaß noch nicht klar - "Wird wohl nichts Dramatisches"
Grippewelle hat Deutschland erreicht

Eine Grippewelle hat Deutschland erreicht. Vor allem in den westlichen Bundesländern gibt es eine moderate Influenzawelle, wie die Marburger Arbeitsgemeinschaft Influenza (AGI) am Mittwoch erklärte.

wiwo/ap MARBURG. Das Ausmaß könne jedoch nicht genau vorhergesehen werden. Insgesamt sei die Grippewelle auf niedrigem Niveau. "Das wird dieses Jahr nichts Dramatisches werden", sagte Helmut Uphoff von der AGI.

Auch in Ostdeutschland gebe es Hinweise auf steigende Grippeviruserkrankungen: Wegen der zu Ende gehenden Winterferien in den neuen Bundesländern rechnen die Experten auch dort mit einer Zunahme. "In Schulklassen mit 30 oder 40 Kindern kann sich das Virus schnell ausbreiten", sagte Uphoff.

Eine Impfung sei zum jetzigen Zeitpunkt etwas spät und nur in Einzelfällen sinnvoll. Grundsätzlich sei das Grippevirus nicht zu unterschätzen. Ungewöhnlich sei, dass andere Länder wie Belgien die Influenzawelle bereits hinter sich haben.

Eine Influenzainfektion könne besonders bei abwehrgeschwächten Menschen zu einer Lungenentzündung oder einer weiteren Schwächung des Immunsystems führen, sagte Uphoff. Auch der Stoffwechsel bei Diabetikern könne bei einer Erkrankung durcheinander geraten. "Bei einer schweren Influenza-Welle steigen die Todesfälle bei Diabetikern um bis zu 40 Prozent an", sagte der Experte. Die in Marburg ansässige AGI wertet jede Woche die Meldungen über Grippesymptome von mehr als 500 Arztpraxen aus.

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