Aussagen von Konzernchef Meyer
Ciba weiter auf Kurs

Der Schweizer Spezialitätenchemiekonzern Ciba verzeichnet nach Aussagen von Konzernchef Armin Meyer gegenwärtig weiter Umsatzzuwächse in Lokalwährungen.

Reuters BASEL. Falls bis Jahresende keine Akquisition getätigt werde, sei eine Auszahlung an die Aktionäre nicht auszuschliessen, sagte Meyer am Dienstag in einem Interview mit Reuters. Die Kapazitäten bei Ciba seien mit über 80 Prozent ausgelastet.

"Ich würde sagen, die Visibilität ist weiter ziemlich gering. Aber was ich bestätigen kann ist, dass die Handelsvolumen, die wir in den ersten neun Monaten gesehen haben - etwas höher in Lokalwährungen - anhalten und kein Trendwechsel festzustellen ist," sagte Meyer. Die Verkäufe seien in lokalen Währungen rund fünf Prozent angestiegen in Asien und rund ein Prozent höher in Europa, wo eine starke deutsche Nachfrage die Rückgänge in Grossbritannien wettmache. In den USA sei kein Umsatzwachstum festzustellen. "Wenn man die - negative - Stimmung der Leute mit dem (den Ciba-Verkäufen in Lokalwährungen) vergleicht, frage ich mich, ob die Leute nicht zu pessimistisch sind," so Meyer.

Die Kapazitätsauslastung bewege sich etwas über 80 Prozent, sagte Meyer weiter. Er betrachtet dies als ein optimales Niveau für eine Schweizer Firma. Analysten hatten die Auslastung im dritten Quartal auf unter 80 Prozent geschätzt. Meyer, der sowohl CEO wie Verwaltungsratspräsident des Spezialchemieherstellers ist, bestätigte weiter die eigenen Prognosen für 2002. Demnach soll der Gewinn über dem Vorjahresniveau von 382 Millionen Franken zu liegen kommen. Umsatz und Betriebsgewinn (Ebitda) sollen in Lokalwährungen über dem Niveau von 2001 liegen.

"Wir sind auf dem richtigen Weg für 2005," bestätigte Meyer auch die mittelfristigen Ziele. Bis 2005 soll die Ebitda-Marge auf 20 von gegenwärtig rund 17 Prozent und der freie Cash Flow auf über eine Milliarde Franken steigen.

Der Preisdruck in der Industrie halte weiter an, erklärte Meyer. Es gebe in der Branche zu viel Kapazität. Ciba arbeite jedoch hart daran, die Margen zu verteidigen.

Der weltweite Spezialitätenchemie-Markt wächst rund zwei Prozent jährlich. Ciba strebt jedoch eine Umsatzsteigerung von sechs Prozent jährlich an. Ein zusätzliches Wachstum von zwei Prozent sollen neue Produkte generieren. Die zur Zielsetzung fehlenden zwei Prozent Umsatzwachstum sollen durch Akquisitionen erreicht werden. "Ich erwarte keine grossen Akquisitionen - maximal ein paar hundert Millionen Dollar," erklärte Meyer jedoch. Eine Übernahme müsse bereits ab dem zweiten Jahr einen Gewinnbeitrag leisten.

Falls keine Akquisition getätigt werde, würde Ciba Geld den Aktionären zurückzahlen. "Wenn wir bis Jahresende keine Transaktion tätigen, wird der Verwaltungsrat eventuell wieder eine Nennwertrückzahlung ins Auge fassen," so Meyer. Im vergangenen Jahr habe Ciba zwei Franken Dividende ausbezahlt und den Nomialwert der Aktie um einen Franken gesenkt. Der Verwaltungsrat könnte wieder dasselbe beschliessen, fügte Meyer an.

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