Ausschlussaktion
FPÖ schmeißt Haider-Gegner raus

Nach dem Debakel bei der österreichischen Parlamentswahl am vergangenen Sonntag haben die Freiheitlichen (FPÖ) zahlreiche Gegner des Kärntener Landeshauptmannes (Ministerpräsident) Jörg Haider aus der Partei ausgeschlossen.

HB/dpa WIEN. Insgesamt sollen zehn führende FPÖ-Politiker, unter ihnen Finanzminister Karl-Heinz Grasser und der ehemalige Fraktionschef Peter Westenthaler, einen entsprechenden Brief erhalten haben, verlautete am Mittwoch aus Parteikreisen in Wien.

Das eingeleitete Ausschlussverfahren sei ein "Wink mit dem Zaunpfahl", erklärte Haider selbst in Klagenfurt. Alle kritisierten FPÖ-Politiker sollten die Chance bekommen, in die FPÖ zurückzukehren. Denn "letztlich ist eine konsensuale Lösung besser als das Aussprechen von Ausschlüssen". Grasser hatte im Wahlkampf das Angebot von Bundeskanzler Wolfgang Schüssel (ÖVP) angenommen, dessen künftiger Regierung als parteiunabhängiger Experte anzugehören, und seine FPÖ-Mitgliedschaft ausgesetzt. Westenthaler hatte Haider scharf angegriffen und seinerseits dessen Parteiausschluss verlangt.

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