Außenhandel
BGA: Euro-Kurs für Außenhandel wie "Doping mit Nebenwirkungen"

dpa BERLIN. Der Bundesverband des Deutschen Groß- und Außenhandels (BGA) sieht die Entwicklung des Euro mit gemischten Gefühlen. Einerseits würden deutsche Exporte in Übersee zwar wettbewerbsfähiger, sagte BGA-Präsident Michael Fuchs am Donnerstag in Berlin. Die Kehrseite der Medaille sei aber, dass deutsche Firmen sich auf den Erfolgen ausruhen und notwendige Modernisierungen versäumen könnten. Außerdem werde ein Stück Inflation importiert. Fuchs: "Der schwache Euro wirkt wie Doping mit erheblichen Nebenwirkungen."

Nach Ansicht des BGA wird der Außenwert der europäischen Währung mittelfristig weiter um den jetzt erreichten Tiefstand herum dümpeln. Daran würden auch die Interventionen der Notenbanken nichts ändern. Für die Entwicklung des Wachstums in Deutschland zeigte sich Fuchs pessimistischer als die Konjunkturforschungsinstitute in ihrem jüngsten Gutachten. Für dieses Jahr rechne der BGA mit 2,7 Prozent (Institute und Regierung drei) und für das kommende nur noch mit 2,5 Prozent (2,75). Ölpreise und Ökosteuer hätten die Konjunktur negativ beeinflusst.

Davon sei auch der deutsche Außenhandel betroffen, der aber dennoch ein erfreulich starkes Wachstum zeige. Im nächsten Jahr sei mit einem Plus von zehn Prozent auf 1 245 Milliarden DM bei den Exporten und mit einem Zuwachs von zwölf Prozent auf 1 127 Milliarden DM bei den Importen zu rechnen. Die Billionengrenze hätten Ein- und Ausfuhrwerte erstmals in diesem Jahr überschritten. Die Exporte stiegen um 15 Prozent auf 1 132 Milliarden DM und die Importe um 18 Prozent auf knapp 1 007 Milliarden DM.

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