Außenhandel
Erstmals deutsches Handelsbilanzdefizit mit Ost- und Mitteleuropa

dpa BERLIN. Alle 27 ost- und mitteleuropäischen Länder haben im vergangenen Jahr wirtschaftlich zugelegt. Für den deutschen Osthandel schlug sich diese positive Entwicklung jedoch vor allem wegen hoher Einfuhren aus Russland erstmals in einem Handelsbilanzdefizit von sechs Mrd. DM (3,06 Mrd Euro) nieder. 1999 hatte es noch einen Überschuss von zwei Mrd. DM gegeben. Dies erklärte der Vorsitzende des Ost- und Mitteleuropa Vereins, Manfred Busche, am Donnerstag in Berlin. Die deutschen Investitionen in Mittel- und Osteuropa gingen zurück.

Bei den Wirtschaftsbeziehungen mit Russland standen Ausfuhren von 13 Mrd. DM Einfuhren nach Deutschland von 28 Mrd. DM gegenüber. Beim deutschen Osthandel insgesamt beliefen sich die Exporte auf 119 Mrd. DM und die Einfuhren auf 125 Mrd. DM. Erstmalig seit 1997 hat sich dabei die Rangfolge der größten Ostpartner geändert. Auf dem ersten Platz mit einem Handelsumsatz von gut 51 Mrd. DM liegt Polen, dicht gefolgt von Tschechien mit gut 50 Mrd. DM. Russland rückte mit gut 41 Mrd. auf den dritten Platz vor Ungarn mit knapp 40 Mrd. DM.

Die deutschen Investitionen in Ost- und Mitteleuropa gingen von acht Mrd. DM in 1999 auf rund 6,85 Mrd. DM zurück. Seit 1991 wurden in diesem Raum 46,4 Mrd. DM investiert. Mit zwei Mrd. DM war Polen auch im vergangenen Jahr der beliebteste Standort. Es folgten Tschechien mit 1,46 Mrd. DM, Russland mit 395 Mill. DM und Ungarn mit 350 Mill. DM.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%