Außenminister Cem reist nach Washington und Berlin
Türkische Armee beschleunigt Rüstungsprojekte

Nach den Terroranschlägen in den USA will die türkische Armee einige Rüstungsvorhaben, die im Frühjahr wegen der schweren Wirtschaftskrise auf Eis gelegt wurden, nun wieder mit Hochdruck vorantreiben.

afp ISTANBUL. Wie der türkische Nachrichtensender NTV am Dienstag meldete, gab der Generalstab den Befehl, insbesondere sechs Projekte mit einem Gesamtwert von mehreren Milliarden Euro möglichst schnell abzuschließen.

Darunter sind unter anderem das Vorhaben zur Modernisierung türkischer Panzerverbände, die geplante Anschaffung von Kampfhubschraubern und der Kauf fliegender Frühwarnsysteme vom Typ Awacs. Die umstrittene Ausschreibung zum Bau von tausend Kampfpanzern, an der sich auch der deutsche Hersteller Krauss-Maffei-Wegmann mit dem Panzer Leopard-2 beteiligt, bleibt laut NTV dagegen vorerst auf Eis.

Die Türkei hatte den USA nach den Anschlägen in New York und Washington am 11. September ihre Unterstützung bei der Bekämpfung des internationalen Terrorismus zugesagt. Am Wochenende sicherte die türkische Regierung die Freigabe des türkischen Luftraums für US-Militärmaschinen zu. Der türkische Außenminister Ismail Cem will Medienberichten zufolge an diesem Donnerstag in Washington mit US-Außenminister Colin Powell sprechen. Nach seinen Gesprächen in der US-Hauptstadt wolle Cem am Freitag zu Gesprächen mit Bundesaußenminister Joschka Fischer (Grüne) nach Berlin reisen.

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