Außenminister erhielt Ehrendoktorwürde der Universität Haifa
Fischer ruft zu Kampf gegen Antisemitismus auf

Bundesaußenminister Joschka Fischer (Grüne) hat zu entschiedenem Widerstand gegen alle Formen des Antisemitismus aufgerufen. Fischer sagte am Mittwoch in der Universität Haifa, er sei beschämt, wenn deutsche Juden sich wieder allein gelassen fühlten und die Frage diskutierten, ob es ein Fehler war, in Deutschland zu bleiben.

dpa HAIFA. Als siebter Deutscher erhielt Fischer die Ehrendoktorwürde der Universität Haifa. Israel könne sich auch in Zukunft auf Deutschland als Freund und Partner verlassen, sagte Fischer. "Das ist keine Frage politischer Konstellationen, sondern eine unverrückbare Konstante deutscher Politik."

Der Minister wollte zu Beginn seiner viertägigen Nahostreise am Nachmittag Gespräche mit der israelischen Regierung über einen Neuanfang im Friedensprozess führen.

Universitätspräsident Jehuda Hajuth würdigte Fischer als "mutigen Freund des Staates Israel", der beharrlich gegen Rassismus und Antisemitismus kämpfe und einen hohen persönlichen Einsatz für den Friedensprozess zwischen Israel und den Palästinensern geleistet habe.

Vor Fischer hatten unter anderen Bundespräsident Johannes Rau, der ehemalige Bundeskanzler Helmut Schmidt, der frühere Bürgermeister von Bremen, Hans Koschnick, und der Soziologe Ralf Dahrendorf den Ehrendoktorhut der Universität Haifa erhalten. Seit 1972 hat die Universität die Ehrendoktorwürde an 83 Persönlichkeiten verliehen, unter ihnen auch der frühere US-Präsident Jimmy Carter und die schwedische Schauspielerin Liv Ullmann.

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