Außenminister im Bundestag
Fischer: Debatte um „Euro-Group“ innerhalb der Nato

Bundesaußenminister Joschka Fischer (Grüne) hat eine Debatte über die Bildung einer europäischen Gruppe innerhalb der Nato gefordert.

Reuters BERLIN. Fischer sagte am Donnerstag in der Bundestagsdebatte über die Ost-Erweiterung des Militärbündnisses, die neuartigen Gefahren für die Sicherheit der Bündnisstaaten und die Rolle des europäischen Pfeilers bei deren Eindämmung machten eine Debatte um das "Tabu" einer "Euro-Group" innerhalb der Allianz nötig. "Mag sein, dass man am Ende zu einer Negativposition kommt, nur die Diskussion mit der nordamerikanischen Seite darüber muss begonnen werden", sagte Fischer in Berlin.

Fischer betonte, mit der Ost-Erweiterung und den "dramatischen strategischen Veränderungen und Gefahren", denen sich das Bündnis ausgesetzt sehe, werde es nötig, die "Nato neu zu erfinden", um sie wirksam halten zu können. Europäische Sicherheit müsse wesentlich über die Verbindung zwischen der Europäischen Union (EU) und der Nato geschaffen werden.

Die Stärkung des europäischen Pfeilers innerhalb des Militärbündnisses sei im Interesse der gesamten Allianz. Die Europäer verfügten in einigen Bereichen über Instrumente, die über das hinausgingen, "was die USA zu bieten haben". So sei die so genannte Roadmap, der Friedensplan für ein Ende des Nahostkonflikts, ein "europäisches Kind".

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