Außenminister Powell telefonierte mit Palästinenserpräsident
Washington tadelt Arafats Intifada-Drohung

afp WASHINGTON. Die USA haben mit Unverständndis auf die Drohung von Palästinenserpräsident Jassir Arafat reagiert, die Intifada bis zur Gründung eines palästinensischen Staates mit Jerusalem als Hauptstadt fortzusetzen. "Wir sind perplex", sagte der US-Nahostbeauftragte Edward Walker am Donnerstag vor dem US-Repräsentantenhaus. Arafat habe bislang "absolut nichts" getan, um die Gewalt im Nahen Osten zu beenden. In den vergangenen Tagen hatte eine Serie von Anschlägen Israel und den Autonomiegebiete erschüttert. Israel beschoss daraufhin in einer Vergeltungsaktion Quartiere von Arafats Leibgarde "Force 17". Dabei wurden nach palästinensischen Angaben ein Leibwächter und eine Palästinenserin getötet, mehr als 60 Menschen wurden verletzt. US-Präsident George W. Bush forderte Arafat am Donnerstag auf, sich gegen Gewalt auszusprechen.

US-Außenminister Colin Powell telefonierte nach palästinensischen Angaben am Donnerstagabend mit Palästinenserpräsident Arafat. Dabei habe er ihm mitgeteilt, dass die USA mit den israelischen Luftangriffen gegen Arafats Leibgarde nicht einverstanden seien, sagte Arafats Chefberater Nabil Abu Rudeina am Donnerstag der palästinensischen Nachrichtenagentur Wafa zufolge. Nach den Angriffen am Mittwoch hatte ein hochrangiger US-Vertreter noch Verständndis für die Luftangriffe geäußert.

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