Außenwirtschaftliche Bedingungen ausschlaggebend
Hoffnungszeichen für die Konjunktur

Der Bundesverband deutscher Banken (BdB) spricht von vermehrten Hoffnungszeichen für eine baldige Wirtschaftsbelebung in Deutschland.

rtr/vwd BdB-Hauptgeschäftsführer Manfred Weber sagte am Mittwoch in Berlin: "Die positiven Zeichen mehren sich." Allerdings seien es bislang vor allem so genannte weiche Indikatoren. die auf einen bald bevorstehenden Aufschwung hindeuteten.

Weber verwies darauf, dass nach wie vor eine starke Abhängigkeit der deutschen Wirtschaftsentwicklung von den USA bestehe, und dass niemand ausschließen könne, "dass die US-Wirtschaft noch einmal wieder abtaucht". "Hier sind wir noch nicht raus aus dem Schneider", betonte der BdB-Hauptgeschäftsführer. Um schon einen kräftigen und selbst tragenden Aufschwung zu erwarten, fehlten noch harte Faktoren.

Auch die Bundesregierung hatte angesichts deutlich verbesserter Geschäftserwartungen in der Industrie erklärt, dass sich die Signale für eine baldige wirtschaftliche Erholung mehrten.

Auch die volkswirtschaftliche Abteilung des Bankenverbandes erwartet nach Angaben des BdB eine Besserung der Konjunkturlage in den nächsten Monaten, sieht diese jedoch von den außenwirtschaftlichen Bedingungen abhängig. Weber betonte, auch ein Wiederanspringen der Konjunktur in diesem und Wachstumsraten um zwei bis 2-1/4 Prozent im nächsten Jahr genügten nicht, damit Deutschland die in Brüssel eingegangene Verpflichtung eines nahezu ausgeglichenen Staatshaushaltes bis 2004 erfüllen könnte.

"Es ist völlig klar, dass höheres Wachstum hierfür nicht ausreicht", sagte er und forderte unter anderem weitere Privatisierungen unter anderem auch im Gebiet der "Daseinsvorsorge", eine umfassende Reform der sozialen Sicherungssysteme sowie vor allem einen "unverzichtbaren" nationalen Stabilitätspakt. Hierfür müsse allerdings die gesamte Finanzverfassung reformiert werden.

Mit Blick auf die Euro-Bargeldeinführung verlangte Weber, dass Europa nun nach der Vollendung seiner Wirtschafts- und Währungsunion "nicht auf halbem Wege stehen" bleibt und statt dessen eine engere wirtschaftspolitische Koordinierung und Fortschritte bei wichtigen Vorhaben wie der Schaffung eines einheitlichen Kapitalmarktes oder der Öffnung der Energiemärkte erzielt.

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