"Außergewöhnliche Turbulenzen"
BNP Paribas verbreitet trübe Stimmung

Der Nettogewinn der französischen Großbank BNP Paribas ist im zweiten Quartal 2002 um 13 Prozent auf gut eine Milliarde Euro zurückgegangen. Auch für die kommenden Monate sieht BNP keine Besserung der Lage.

Reuters PARIS. Mit den vorgelegten Quartalszahlen bestätigte das Institut am Donnerstag seine vor rund zwei Wochen veröffentlichten vorläufigen Ergebnisse, die es auf Grund der "außergewöhnlichen Turbulenzen" an den Finanzmärkten vorab bekannt gegeben hatte.

Wie die nach Marktkapitalisierung größte Bank der Euro-Zone weiter mitteilte, fiel der Brutto-Gewinn im operativen Geschäft um 15,6 Prozent auf 1,421 Milliarden Euro und die Netto-Einnahmen aus dem Bankengeschäft um 5,5 Prozent auf 4,129 Milliarden Euro. Analysten hatten nach einer Reuters-Umfrage mit einem Brutto-Gewinn im operativen Geschäft von 1,63 Milliarden Euro und Netto-Einnahmen aus dem Bankengeschäft von 4,44 Milliarden Euro gerechnet. Beim Nettogewinn hatten Experten 1,03 Milliarden Euro erwartet.

BNP, die kürzlich den Nürnberger Online-Broker Consors mehrheitlich übernommen hatte, bezifferte die Rückstellungen für das Quartal auf 328 Millionen Euro. Damit seien sie im Jahresvergleich um 6,5 Prozent gestiegen, hieß es.

Am stärksten von den Einbußen betroffen seien wie erwartet der Geschäftskunden- und Investmentbereich. Er verzeichnete den Angaben nach im abgelaufenen Quartal einen Einbruch von 44,4 Prozent beim Vorsteuergewinn auf 252 Millionen Euro.

In seiner Stellungnahme verwies Chairman Michel Pebereau auf die ungünstige Entwicklung an den Finanzmärkten im ersten Halbjahr. "Unser Konzern hat vor allem im Juni unter den Konsequenzen gelitten. Sprunghafte und starke Schwankungen an den Aktienmärkten im Juli geben keinen Anlass dazu, eine Änderung der Situation für die kommenden Monate vorauszusagen", sagte Pebereau.

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