Außerordentlicher Gewerkschaftstag in Magdeburg
Gewerkschaft HBV votiert für Ende des Bündnisses für Arbeit

ap MAGDEBURG. Für eine Beendigung des Bündnisses für Arbeit haben die Delegierten des außerordentlichen Gewerkschaftstages der Gewerkschaft Handel, Banken und Versicherungen (HBV) am Dienstag in Magdeburg votiert. Die Idee des Bündnisses sei gescheitert, heißt es in einem mit großer Mehrheit der knapp 300 Delegierten angenommenen Antrag aus Baden-Württemberg und Hessen.

Die Hoffnungen, im Bündnis für Arbeit und Wettbewerbsfähigkeit gemeinsam mit der Bundesregierung auf die Arbeitgeber einwirken zu können, hätten sich nicht erfüllt. Das Gegenteil sei der Fall. Mehr und mehr verfestige sich der Eindruck, dass es den Arbeitgebern gemeinsam mit der Regierung gelinge, ein "Bündnis für Wettbewerbsfähigkeit" gegen die Interessen der Arbeitnehmer durchzusetzen. Die Sparpolitik der Regierung gehe nach wie vor zu Lasten der Arbeitslosen, Sozialhilfeempfänger und Rentner, heißt es weiter.

Die Gewerkschafter kündigten an, eigenständige Reformvorstellungen zu entwickeln. Erstes Ziel bleibe die Reduzierung der Arbeitslosigkeit. Der Kongress sprach sich dafür aus, alle zur Verfügung stehenden Instrumente zur Schaffung neuer Jobs einzusetzen. Besondere Bedeutung hätten in diesem Zusammenhang Arbeitszeitverkürzungsmodelle und der Abbau von Überstunden.

Am Vorabend hatte sich der HBV-Gewerkschaftstag für eine Fusion zur Dienstleistungsgewerkschaft ver.di ausgesprochen. 81 % der anwesenden Delegierten stimmten dafür, den Verschmelzungsprozess fortzusetzen und die dann mit drei Mill. Mitgliedern weltweit größte Einzelgewerkschaft ver.di im März 2001 zu gründen.



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