Aussetzung der Friedensgespräche
Kolumbien: Fünf Tote nach Anschlägen

Nach Aussetzung der Friedensgespräche zwischen der kolumbianischen Regierung und der Guerillaorganisation ELN sind bei zwei Anschlägen mindestens fünf Menschen getötet und 39 verletzt worden.

afp BOGOTÁ. In San Francisco im Nordwesten des Landes explodierte in der Nacht zum Donnerstag eine Bombe und tötete nach Behördenangaben drei Kinder; weitere 35 Zivilisten wurden verletzt. Wenige Stunden später wurden bei einem Autobombenanschlag in der Stadt Gramalote im Nordosten mindestens zwei Menschen getötet und vier weitere verletzt. Die Behörden machten in beiden Fällen die Organisation Nationales Befreiungsheer (ELN) verantwortlich.

Präsident Andres Pastrana hatte die Gespräche mit der ELN am Dienstag überraschend ausgesetzt. Daraufhin hatte die ELN am Mittwoch eine Fortsetzung des Dialogs mit Pastrana für ausgeschlossen erklärt. Die Verhandlungen lagen seit Mitte April auf Eis.

Die ELN hat rund 4500 Kämpfer unter Waffen. Größte Guerilla-Organisation sind die linksgerichteten Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens (FARC) mit mehr als 16 000 Kämpfern.

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