Aussichten für erstes Quartal leicht besser
Intel sieht kein Licht am Ende des Tunnels

Der weltgrößte Chiphersteller Intel sieht noch kein Ende der Branchenflaute. Intel hob aber gleichzeitig leicht seine Umsatzprognose für das erste Quartal dieses Jahres an.

afp/vwd SANTA CLARA. "Wir haben noch keinen Beweis für eine wirtschaftliche Erholung in unserem Geschäft gesehen", erklärte Intel-Finanzchef Andy Bryant am Donnerstag (Ortszeit) in Santa Clara im US-Bundesstaat Kalifornien. Intel hob aber gleichzeitig leicht seine Umsatzprognose für das erste Quartal dieses Jahres an. Nach einer Vorhersage von bisher 6,4 bis 7,0 Milliarden Dollar (7,3 bis acht Milliarden Euro) geht das US-Unternehmen nun von 6,6 bis 6,9 Milliarden Dollar (7,5 bis 7,9 Milliarden Euro) aus.

Die im unteren Bereich etwas bessere Prognose wurde in der Branche als kleiner Lichtblick gewertet, die im vergangenen Jahr erstmals in ihrer Geschichte rückläufige Verkäufe verzeichnen musste. Für dieses Jahr wird allgemein keine schnelle Erholung erwartet. Der US Semiconductor Industry Association-Halbleiterverband rechnet mit einem "langsamen" Wachstum.

Nach Meinung von Marktbeobachtern dürfte allerdings das Fehlen einer Voraussage für das zweite Quartal schwerer ins Gewicht gefallen sein, als die Herabsetzung der oberen Grenze der Umsatzrange. Auf Grund der neuen Erlösprognose errechneten Analysten, dass Intel im ersten Quartal voraussichtlich einen um 5,7 Prozent niedrigen Umsatz als im Vorquartal erwirtschaften wird, als sieben Mrd. Dollar verbucht wurden. Diese Entwicklung sei allerdings als "normal" zu werten, hieß es. Denn Chips unterlägen starken saisonalen Schwankungen, erfahrungsgemäß falle das vierte Quartal immer besser aus als das Erste.

Vor der angekündigten Stellungnahme von Intel-Finanzchef Andy Bryant hatten zahleiche Gerüchte im Markt kursiert. Während einige Analysten eine positive Überraschung erwarteten, glaubten andere, dass Intel mit der Nachricht aufwarten werde, dass zahlreiche Kunden im Januar ihre Aufträge storniert hätten. Nach dem Statement von Bryant hieß es dann in Fachkreisen, die Mitteilung habe im Großen und Ganzen "keine großartigen Neuigkeiten" enthalten. Offensichtlich bleibe das Chipgeschäft auf niedrigerem Niveau weitgehend stabil.

Der CFO bestätigte, dass die Bruttogewinnmarge - wie im Januar bereits angekündigt - bei ungefähr 50 Prozent "plus oder minus einiger Punkte" liegen werde. Dies sei auf eine Verminderung der Produktionskosten zurückzuführen sowie einen geringfügigen Zugewinn bei Chips für kleine und mittlere Server. "Das Servergeschäft ist ein wenig schneller gewachsen als erwartet", lautete der Kommentar von Bryant. Dagegen seien die Auswirkungen des Einbruchs im Handygeschäft immer noch deutlich für Intel zu spüren, sagte er. Auch die Nachfrage nach Kommunikationschips für Netzwerke habe nicht mehr das einstmalige Niveau erreicht.

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