Aussichten für Handel und Konsum schlechter als erwartet
Deutschland: Analysten etwas skeptischer

Die Aufschwungeuphorie der vergangenen Wochen ist an den Finanzmärkten vorerst verpufft. Der Saldo der Konjunkturerwartungen, den das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) in Mannheim monatlich ermittelt, gab im April um 0,6 Zähler auf 70,6 Punkte nach.

DÜSSELDORF. Beunruhigt sind die ZEW-Ökonomen deshalb aber nicht. Der Indikator habe sich nach dem deutlichen Anstieg im Vormonat (plus 21 Punkte) auf hohem Niveau stabilisiert. Zudem hat sich die aktuelle Wirtschaftslage im Urteil der befragten Finanzmarktexperten im April verbessert. Die Mehrheit geht denn auch von einer weiteren Belebung der Konjunktur in den nächsten Monaten aus.

Grund für die gedämpfte Einschätzung der Zukunft dürfte die Verteuerung des Rohöls sein. Ein dauerhafter Anstieg des Ölpreises um fünf Dollar je Barrel würde das globale Wachstum nach Berechnungen des Internationalen Währungsfonds um 0,3 Prozentpunkte bremsen. Die höheren Notierungen für das schwarze Gold haben erneut Inflationsängste geweckt. Knapp 47 Prozent der befragten Kapitalmarktexperten gehen deshalb davon aus, dass die Zinsen im Euro-Raum in den nächsten Monaten steigen werden. Im Vergleich zur vorangegangenen Umfrage ist das ein Plus von knapp 19 Prozent. Für die USA erwarten sogar knapp drei von vier Befragten einen Anstieg der kurzfristigen Zinsen.

Ein Blick in die Branchen zeigt, dass die Analysten die Aussichten für Handel und Konsum schlechter einschätzen als bisher. Bessere Geschäfte erwarten sie für die Unternehmen im Versicherungsgewerbe sowie die Dienstleister.

Quelle: Wirtschaftswoche

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