Aussöhnungserklärung wird Bestand haben
Prag: Beziehung mit CDU CSU-Regierung unproblematisch

Der neue tschechische Außenminister Cyril Svoboda (45) rechnet bei einem Sieg der CDU/CSU bei der nächsten Bundestagswahl nicht mit einer Verschärfung der deutsch-tschechischen Beziehungen.

dpa PRAG. Es sei schließlich die Regierung unter Bundeskanzler Helmut Kohl (CDU) gewesen, die 1997 mit Tschechien die gemeinsame Aussöhnungserklärung verabschiedet habe, sagte der Christdemokrat der Prager Zeitung "Hospodarske noviny" (Montagausgabe). Er betrachte dieses Dokument auch künftig als Basis der bilateralen Beziehungen.

Svoboda schloss nahezu aus, dass Tschechien in naher Zukunft mit Österreich eine ähnliche Aussöhnungserklärung abgibt. Die Vertreibung der deutschen Minderheit nach dem Zweiten Weltkrieg aus der Tschechoslowakei, die den Kern des Dokuments von 1997 bildet, sei kein gegen das damalige Österreich gerichteter Akt gewesen, betonte der Außenminister. "Wir würden also nur schwer einen Grund für eine solche Aussöhnungserklärung finden", sagte Svoboda der Zeitung.

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