"Aussteiger" aus der Champions League nun dabei
"Joker" schießt Stuttgart in die dritte Runde

Dank des Griechen Ioannis Amanatidis darf der hoch verschuldete VfB Stuttgart weiter auf große Kasse im UEFA-Cup hoffen. Der eingewechselte Stürmer sorgte am Dienstagabend gegen Ferencvaros Budapest in der 65. Minute für die Führung und holte kurz vor Schluss auch den Foulelfmeter heraus, den Fernando Meira (90.) zum 2:0 (0:0)-Endstand nutzte.

dpa STUTTGART. Nach dem torlosen Unentschieden führte er die Schwaben damit in die dritte Runde, in der nun auch die namhaften "Aussteiger" aus der Champions League warten. Nur 15 000 Zuschauer sorgten im Gottlieb-Daimler-Stadion für eine mäßige Kulisse in einem mäßigen Spiel, in dem der Ungar Peter Lipcsei die Gelb-Rote Karte sah.

Vor der Partie hatte die Polizei mindestens 50 randalierende oder betrunkene Ungarn in Gewahrsam genommen. Rund 1200 Anhänger waren nach Schwaben gekommen; einige von ihnen sorgten auch im Stadion für Ärger und brannten Feuerwerkskörper ab.

Stuttgart hatte Angst vor dem Ausscheiden - Budapest machte die Räume eng und verlegte sich darauf, das Spiel der Gastgeber zu zerstören. "Wir müssen druckvoller spielen, und vor dem Tor muss mehr passieren", forderte Manager Rolf Rüssmann nach einer ersten Halbzeit, in der kaum konstruktives zusammen ging. Vor allem die Außen enttäuschten, und in der Mitte ging gegen die massive Abwehr der Magyaren nichts.

Viorel Ganea durfte nach seinen drei Treffern vom Samstag zunächst spielen, aber an seine Leistung gegen Bochum reichte er nicht heran. Eine zweite Spitze traute sich Magath von Beginn an nicht aufzubieten. Dafür brachte er überraschend Marcelo Bordon, der wegen einer Adduktorenverletzung nicht trainieren konnte.

Der VfB machte das Spiel, die ersten Chancen freilich hatte der 27-fache ungarische Meister. In der 10. Minute zielte Attila Tököli knapp vorbei; Zoltan Gera (21.), der Andreas Hinkel entwischt war, machte es nicht besser. Die beste Möglichkeit der Schwaben hatte Krassimir Balakow nach einer halben Stunde. Mit einem Freistoß traf er nur die Latte, nachdem Silvio Meissner zwei Minuten zuvor eine Seitz-Flanke vorbei geköpft hatte.

" Wir müssen gefährlicher werden und wollen mehr riskieren", sagte Magath und brachte in Kevin Kuranyi und Ioannis Amanatidis für Ganea und Meißner "zwei zentrale Angreifer". Hoffentlich geht der Schuss nicht nach hinten los, fürchteten die Skeptiker. Aber das Spiel der Stuttgarter wurde nun erheblich druckvoller.

Vor allem über die Flügel klappte es nun besser, wo sich vor allem Jochen Seitz steigerte. Mit einer Flanke quer durch den Strafraum leitete er in der 65. Minute die Führung ein, die der eingewechselte Amanatidis vollendete. Auch Balakow wurde von Minute zu Minute stärker. Dank Magaths goldenem Einwechsel-Händchens darf der VfB aber weiter auf Europacup-Millionen hoffen, und die Spieler auf Prämien, auf die sie in den ersten beiden Runden verzichtet hatten.

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