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Ausstellung «Körperwelten» verlässt Deutschland

Frankfurt/Main (dpa) - Die umstrittene Ausstellung «Körperwelten» ist am Sonntag in Frankfurt am Main zu Ende gegangen und wird künftig in den USA gezeigt. Der Plastinator und Initiator Gunther von Hagens kündigte an, er werde die Exponate wegen der rechtlichen Auseinandersetzungen bis auf weiteres nicht mehr in Deutschland ausstellen.

Frankfurt/Main (dpa) - Die umstrittene Ausstellung «Körperwelten» ist am Sonntag in Frankfurt am Main zu Ende gegangen und wird künftig in den USA gezeigt. Der Plastinator und Initiator Gunther von Hagens kündigte an, er werde die Exponate wegen der rechtlichen Auseinandersetzungen bis auf weiteres nicht mehr in Deutschland ausstellen.

In Frankfurt besuchten nach Angaben der Organisatoren rund 540 000 Besucher in den vergangenen sechs Monaten die Leichenschau. Insgesamt lockte die Ausstellung, die seit 1997 in mehreren deutschen Städten zu sehen war, rund sechs Millionen Interessierte an, weltweit etwa 13 Millionen.

Als Grund für den Abschied nannte von Hagens die ständigen Einschränkungen für seine Schau: «Es kann nicht sein, dass ich die Stücke auf der ganzen Welt ohne Zensur zeigen kann, nur in Deutschland nicht.»

In München und Stuttgart musste der Plastinator einige als zu reißerische empfundene Objekte aus der Schau nehmen, in Frankfurt untersagte ihm das Bundesamt für Naturschutz die Präsentation des plastinierten Gorillas «Arti». Außerdem verbot das Ordnungsamt die «Nackten Nächte», für die von Hagens unbekleidete Führer und Führerinnen suchte. Die Ausstellung soll jetzt mehrere Jahre lang in den USA gezeigt werden.

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