Aussterben der Zweigstellen – Internet-Banking jedoch noch in der Dinosaurier-Zeit
Handelsblatt-Kongress: Banken im Umbruch

Gewinner und Verlierer der Veränderungen im Kreditgewerbe gibt es nicht nur auf Institutsebene, sondern auch unter den Bankmitarbeitern. Das Thema ist so brennend, dass sich zur Diskussion hochkarätige Banker angemeldet haben: Dresdner-Chef Fahrholz, Hilmar Kopper von der Deutschen Bank, Ex-Finanzminister Theo Waigel und viele weitere Gastredner referieren und diskutieren über die Zukunft im Bankensektor.

rsc FRANKFURT. "Gewinner und Verlierer der Veränderungen im Kreditgewerbe gibt es nicht nur auf Institutsebene, sondern auch unter den Bankmitarbeitern", sagt Prof. Wolfgang Gerke von der Universität Erlangen-Nürnberg, der am ersten Kongresstag die Veranstaltung "Banken im Umbruch" leitet. Allerdings sei das Internet-Banking momentan noch in der "Dinosaurier-Zeit". Gerke erwartet eine Entwicklung zu einem intelligenten elektronischen Bankwesen, das mit einem Aussterben der Zweigstellen einher geht.

Für Bankmitarbeiter bedeute das - zusätzlich durch bedrohte Stellen bei Banken-Fusionen - dass sie diesen Trend bedingungslos mitmachen müssten. "Spezialisten sind künftig gesucht, IT-Fachkräfte, Investmentbanker, hochqualifizierte Berater", sagt Gerke. Und er erwartet, dass die Organigramme der Banken grundsätzlich neu geschrieben werden.

Weitere Themen auf dem Handelsblatt-Kongress sind: Strategien zur Bewältigung der Strukturreform im öffentlich-rechtlichen Bankensektor, neue betriebswirtschaftliche Formen der Zusammenarbeit zwischen Banken, E-Business und E-Services als aktuelle Herausforderung und E-Commerce-Strategien im "Business-to-Consumer" Bereich und "Business-to-Business" Bereich. Durch den zweiten Veranstaltungstag leitet Professor Dr. Hubert Österle von der Universität St. Gallen.

Die Tagung am Donnerstag und Freitag in Frankfurt ist hochkarätig besetzt. Internationale Referenten wie beispielsweise Prof. Bernd Fahrholz, Vorstandssprecher der Dresdner Bank, Dr. Peter Gloystein, Vorstandssprecher von der BHF-Bank oder Hilmar Kopper, Aufsichtsratsvorsitzender der Deutschen Bank diskutieren über Banken-Fusionen, Internet-Banking und den europäischen Wettbewerb.

Auf der Handelsblatt-Jahrestagung soll ein Forum geschaffen werden, um zukunftsweisende Strategien für den Banken- und Finanzdienstleistungssektor auszutauschen und vorzustellen. Handelsblatt.com berichtet von den Kongresstagen über die Zukunft des Bankensektors - und wie sie von führenden Bank-Persönlichkeiten, Wissenschaftlern und Politikern prognostiziert wird.

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