Austausch von Lizenzen geplant
Thyssen-Krupp kooperiert mit japanischen Firmen

Die Thyssen-Krupp Steel AG hat mit den japanischen Stahlproduzenten NKK und Kawasaki Steel eine Allianz bei Stahlprodukten vor allem für die Automobilindustrie vereinbart.

Reuters DÜSSELDORF. Die drei Unternehmen wollten weltweit ein Zuliefernetzwerk aufbauen und gemeinsam im Bereich Forschung und Entwicklung tätig sein, teilte der Thyssen-Krupp-Konzern anlässlich der Unterzeichnung des Kooperationsabkommens am Montag mit. Die Automobilkonzerne forderten angesichts des rasant steigenden Wettbewerbs immer stärker eine weltweite Verfügbarkeit von Stahlprodukten, hieß es zur Begründung.

Der Vorstandsvorsitzende der Thyssen-Krupp Steel, Ulrich Middelmann, nannte das Kooperationsabkommen einen Meilenstein. Durch eine Erhöhung der globalen Verfügbarkeit von Materialien und eine Verbesserung des Leistungsniveaus solle die "Zufriedenheit unserer Automobilkunden" erhöht werden.

Thyssen-Krupp ist weltweit die Nummer sechs unter den Stahlherstellern. Auf Platz acht und zehn folgen NKK und Kawasaki Steel, die im Oktober fusionieren wollen. Die Verbindung mit Thyssen-Krupp ist die jüngste einer Reihe von Allianzen japanischer Stahlunternehmen, die sich angesichts des Wirtschaftsabschwungs in Japan einem scharfen Preiswettbewerb südkoreanischer und chinesischer Konkurrenten ausgesetzt sehen.

Mit dem Kooperationsabkommen werde der Rahmen für einen Ausbau des Wettbewerbsvorprungs der drei Unternehmen geschaffen, hieß es in der Erklärung weiter. Die Partner wollten Technologien im Zusammenhang mit Stahlblechen austauschen, um so ihr Geschäft mit weltweit produzierenden Autoherstellern auszuweiten. Zudem sollten gemeinsame Forschungs- und Entwicklungsprojekte vorangetrieben werden, die die Entwicklung von "höherfeste Stählen" beträfen.

Thyssen-Krupp: Keine weiteren Verflechtungen geplant

Weitergehende Verflechtungen mit den beiden japanischen Herstellern seien aber nicht geplant, sagte ein Sprecher der Thyssen-Krupp Steel auf Anfrage. Dies gelte sowohl für Gemeinschaftsunternehmen als auch für finanzielle Verflechtungen. Vertriebspartnerschaften könne es aber geben.

Die Thyssen-Krupp Steel AG hatte bereits im April 2001 angekündigt, mit den beiden japanischen Unternehmen im Bereich Flachstahl kooperieren zu wollen.

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