Australien
Asylbewerber nähen sich Mund zu

Aus Protest gegen ihre drohende Abschiebung haben sich zwei Asylbewerber in einem australischen Internierungslager am Mittwoch die Lippen zugenäht. Weitere 125 Insassen des Lagers Woomera verweigern seit Montag die Nahrungsaufnahme, wie die Einwanderungsbehörde mitteilte.

WiWo/ap ADELAIDE. Der Hungerstreik begann, nachdem den Flüchtlingen gesagt worden war, sie müssten innerhalb der kommenden Wochen in ihre Heimatländer zurückkehren. Bereits im Januar hatten sich Dutzende Asylbewerber in Woomera während eines zweiwöchigen Hungerstreiks die Lippen zugenäht. Die meisten Flüchtlinge in dem Internierungslager stammen aus Afghanistan, Irak, Iran und Sri Lanka.

"Wir werden diesen Protest fortsetzen, bis die Situation besser wird oder wir sterben", sagte ein Iraner, der in Woomera auf die Bearbeitung seines Asylantrags wartet. Seinen Angaben zufolge beteiligten sich am Mittwoch 190 Personen an dem Hungerstreik. Insgesamt befinden sich zurzeit 210 Flüchtlinge in Woomera, einem von fünf derartigen Lagern in Australien.

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