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Australische Regierung untersagt Woodside-Übernahme durch Shell

Die australische Regierung hat die angestrebte Übernahme von Woodside Petroleum Ltd durch Royal Dutch/Shell Group of Companies, Amsterdam, für 10 Mrd. Australische Dollar verboten. Ein solcher Schritt sei entgegen den nationalen Interessen, begründete Finanzminister Peter Costello am Montag.

vwd CABERRA. Für Australien sei es entscheidend, dass Woodside als Betreiber eines Gasprojekts in West-Australien dessen ganze Kapazität ausbaue und die Exportumsätze maximiere. Royal Dutch/Shell, die wie Woodside auch zu einem Sechstel an dem Gasprojekt beteiigt ist, wollte den Anteil an dem australischen Unternehmen auf mindestens 56 % von 34 % erhöhen.

Dafür bot die britisch-niederländische Gesellschaft 14,20 Australische Dollar pro Woodside-Aktie in bar und das Einbringen von Aktiva. Woodside widerum lehnte die Übernahme ab und betonte, unabhänging bleiben zu wollen.

Auch aus der Politik kam starker Widerstand. Die in den Wahlumfragen hinter der Labor Party zurückliegende Regierungskoalition aus Liberalen und Nationalen befürchtete, dass Royal Dutch/Shell andere Vorkommen in der Welt zu Lasten des australischen Projekts bevorzugen könnte, sobald das Unternehmen die faktische Kontrolle erlangt habe. Auch Analysten hatten die Übernahme eher kritisch gesehen.

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