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Austrian-Airlines-Gruppe künftig "Stammhauskonzern"

vwd/apa WIEN. Die Austrian-Airlines-Gruppe wird künftig als "Stammhauskonzern mit straffer Führung der Tochtergesellschaften" auftreten. Der Aufsichtsrat der Austrian Airlines Österreichische Luftverkehrs-AG (AUA), Wien, hat ein entsprechendes Konzept des Unternehmensberaters Roland Berger bei der Sitzung am Montag angenommen und "die unverzügliche Umsetzung dieses zukunftsorientierten Konzeptes" durch den AUA-Vorstand genehmigt. Der Prozess soll bis Ende 2001 weitgehend abgeschlossen sein, wurde nach der AR-Sitzung am Montag mitgeteilt.

Die Tochtergesellschaften Tyrolean Airways (100 %) und Lauda Air (derzeit rund 47 %) sollen "konsequent in den AUA-Konzern integriert werden", die Entscheidungsfindung sei zu beschleunigen, hieß es. Mit den Maßnahmen will die AUA ab 2002 zusätzlich ein jährliches Synergiepotenzial von rund einer Mrd öS erschließen.

Die wesentlichen Steuerungseinheiten sollen in das Stammhaus AUA integriert werden. Tyrolean und Lauda Air sollen "mit ihren spezifischen Markenimages und Produkten" als selbstständige operative Einheiten bestehen bleiben. Tyrolean soll sich weiter als Regionalcarrier, Lauda Air als Chartergesellschaft mit touristischem Linienanteil profilieren. Bei Lauda Air ist eine vollständige Sanierung und die Integration in die Gruppe geplant.

Das Stammhaus AUA wird die Gruppenstrategie definieren, die operativen Einheiten steuern und vitale Zentralfunktionen für die gesamte Gruppe übernehmen. Konkret ist die AUA zuständig für den Finanzbereich und Investor Relations (IR), den zentralen Einkauf, das Netzmanagement der gesamten Gruppe, den weltweiten Verkauf, Werbung und Kundendienste sowie Stabsstellen. Informationssysteme, Flugzeugwartung, Charter-Verkauf und Luftfracht werden künftig als "gesonderte Dienstleistungseinheiten" geführt. Den Töchtern Tyrolean Airways und Lauda Air bleiben in Zukunft nur noch operative Aufgaben wie Flugbetrieb und Technik.

Nach dem Beitritt zur Star Alliance und der Neubestellung des Lauda-Air-Managements habe die AUA nunmehr "die Weichen für die erfolgreiche Zukunft des Konzerns gestellt", so AUA-Vorstand Herbert Bammer in einer ersten Stellungnahme. Die "Bereinigung der Aktionärsstruktur bei Lauda Air", also eine klare Mehrheit, soll 2001 erreicht werden.

Das Ergebnis im AUA-Konzern werde für 2000 trotz hohen Vorsorgebedarfs für die Lauda Air positiv sein, in der AG wird es aber einen operativen Verlust geben. Der für 2000 erwartete Beförderungsrekord von mehr als 8,3 Mill. Passagiere soll 2001 um vier Prozent weiter zulegen. Im am Montag verabschiedeten Budget für 2001 ist die Vollkonsolidierung der Lauda Air AG bereits eingearbeitet, so die AUA. Die Vorteile des Beitritts zum Luftfahrtbündnis Star Alliance um die Lufthansa soll voll wirksam werden.

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