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Austrian-Airlines-Piloten stimmen Lohneinbußen zu

Nach Angaben der AUA vom Montag sank die Zahl der Passagiere um 0,1 % auf 8,55 Millionen. Im Linienverkehr seien dabei mit 7,18 Millionen um 2,8 % mehr Fluggäste befördert worden. Im Charterverkehr habe es einen Rückgang um 12,8 % auf 1,37 Millionen Passagiere gegeben.

Reuters WIEN. Der Passagierfaktor sei auf der Linie mit 68,6 % gegenüber dem Jahr 2000 gleich geblieben. Im Charter habe sich die Auslastung um einen Prozentpunkt auf 78,9 % verringert.

Laut AUA gab es nach dem 11. September 2001 besonders negative Auswirkungen auf den Verkehr von und nach Westeuropa bzw. nach Nordamerika und dem Nahen Osten. Die Zahl der Passagiere nach Nordamerika sei um 2,9 % rückläufig gewesen, nach dem Nahen Osten seien um 3,6 % weniger Fluggäste befördert worden. In Osteuropa hat die AUA nach eigenen Angaben um 11,6 % mehr Passagiere geflogen. Bereits in den ersten acht Monaten war die AUA-Gruppe bei den Verkehrszahlen unter Plan gelegen, weil sich die zunehmende Konjunkturschwäche niedergeschlagen hatte.

Auf dem Weg zum turn around hat das Unternehmen eine wichtige Hürde genommen. Das fliegende Personal hat in einer Urabstimmung das geplante Maßnahmenpaket mit einer Mehrheit von 89 % angenommen. Für das Management der AUA bedeutet dies grünes Licht für die Senkung der Personalkosten um 8 % bei den Piloten und den Flugbegleitern. Noch bis zum 30. Januar 2002 läuft die Urabstimmung des Bodenpersonals.

AUA haben wie andere Fluglinien auch nach dem 11. September massiv Kapazitäten aus dem Markt genommen. AUA haben insgesamt zehn Flugzeuge außer Dienst gestellt und die Auslieferung von bestellten Flugzeugen aufgeschoben. 2002 werde die Produktion deutlich sinken, das Passagiervolumen sollte aber um 3,4 % steigen, hatte AUA Mitte Dezember mitgeteilt.

Zudem hatte die AUA ein Sparprogramm angekündigt, das den Abbau von bis zu 930 Mitarbeitern bedeuten könnte. Insgesamt sollten die Personalkosten deutlich reduziert werden und 2002 das operative Ergebnis von minus 74 Mill. ? auf vier Mill. ? ins Plus drehen.

Für das Gesamtjahr 2001 wurde ein Verlust vor Steuern von minus 150 Mill. ? angekündigt. Dieser Verlust soll im laufenden Jahr auf minus 50 Mill. ? verringert werden.

Offen ist die Zustimmung des Bodenpersonals für die mit dem Management verhandelten Maßnahmen, die eine Verkürzung der Arbeitszeit und Lohneinbußen bringen soll. Der Betriebsrat hofft aber auf eine breite Zustimmung, um auch zu signalisieren, dass die Mitarbeiter am Fortbestand der Gruppe Interesse haben. Beide Pakete – das für das fliegende Personal und jenes für das Bodenpersonal – sollen in der nächsten Woche dann finalisiert werden, hieß es aus dem Betriebsrat der AUA. Insbesondere die vereinbarte Arbeitszeitverkürzung – beim Bodenpersonal um eine Stunde bei analoger Lohnkürzung – dürfte den Stellenabbau begrenzen helfen, hieß es im Betriebsrat.

AUA notierten zuletzt mit 8,29 (8,24) ? mit dem Markt eine Spur fester. AUA hatten 2001 rund 36,5 % an Wert verloren, liegen 2002 aber mit 6,3 % im Plus.

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