„Ausweitung der Sicherheitszonen“
Berlin erwägt Einsatz von Soldaten auch in Regionen Afghanistans

Die Bundesregierung erwägt den Einsatz von Bundeswehrsoldaten zum Schutz ziviler Wiederaufbauteams in den Regionen Afghanistans. Verteidigungsminister Peter Struck (SPD) sagte, die Bundesregierung werde "zu gegebener Zeit möglicherweise" dem Parlament einen Vorschlag machen, im Rahmen der Stabilisierung Afghanistans Soldaten und zivile Beschäftigte außerhalb der Grenzen der Hauptstadt Kabuls einzusetzen.

HB/dpa BERLIN. Deutschland halte die Überlegungen der USA für richtig, zivile internationale Teams über die Hauptstadt Kabul hinaus in den Regionen Afghanistans einzusetzen, um die demokratischen Strukturen in den Provinzen zu stärken, sagte Struck. Derzeit gebe es drei amerikanische Wiederaufbauteams.

In Kabul ist momentan die internationale Schutztruppe ISAF im Einsatz, die zurzeit von Deutschland und den Niederlanden geführt wird. Das Mandat ist auf Kabul und Umgebung begrenzt. Eine Ausweitung des ISAF-Mandats hat Berlin immer abgelehnt. An der Schutztruppe sind etwa 2 500 deutsche Soldaten beteiligt.

Auch Bundeskanzler Gerhard Schröder hatte nach seinem Treffen mit US-Außenminister Colin Powell am vergangenen Freitag offiziell Gesprächsbereitschaft über eine "Ausweitung der Sicherheitszonen" in Afghanistan über Kabul hinaus angekündigt.

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