Auswertung
Dax-Sentiment: Gute Stimmung trotz Rückwärtsgang

Anleger bleiben vorsichtig, doch von Angst oder gar Panik kann an den Börsen nicht die Rede sein. So lautet das Fazit des aktuellen Dax-Sentiments, einer Handelsblatt-Umfrage in Zusammenarbeit mit der Postbank. Viele Investoren haben einen weiteren Rückgang bis zu einer wichtigen Unterstützungsmarke bereits eingepreist.

DÜSSELDORF. Obwohl der Dax in der vergangenen Woche noch einmal deutlicher den Rückwärtsgang einlegte, hält sich die Stimmung unter den befragten Lesern recht gut. Zwar ist das Gros immer noch vorsichtig, jedoch von überschwänglicher Angst oder gar Panik kann hier nicht die Rede sein. In der aktuellen Bewegung wird sich nun herauskristallisieren, ob und wenn ja, an welcher Art von Bodenbildung der Dax arbeitet. Für einen Doppelboden (W-Formation) muss das Tief bei rund 6 400 Punkte halten. Andernfalls droht formaltechnisch ein weiterer heftiger Rücksetzter bis in den Bereich 5 800 Punkte. Die Ergebnisse von Animusx-Investors Sentiment (» www.animusx.de), einer umfangreicheren Online-Umfrage zur Börsenstimmung, belegen in der jüngsten Umfrage jedenfalls einen deutlich erhöhten Nachfrageüberhang um 6 400 bis 6 390 Punkte. Das heißt mit anderen Worten: Diese Marke haben viele Investoren auf der Agenda und ein Rücksetzer bis dorthin wäre, zumindest mental, eingepreist. Panik käme dann wohl erst mit Kursen darunter auf.

Mit 1 029 abgegebenen Leserstimmen zeigen die Leser weiterhin großes Interesse an der Handelsblatt Sentimentumfrage in Zusammenarbeit mit der Postbank. Die Ergebnisse der jüngsten Umfrage belegen, die kurzfristige Skepsis bleibt vorhanden. Das Gros der befragten Leser sieht den Dax zum Wochenschluss zwar erneut schwächer, jedoch schwindet die Differenz zwischen Bullen und Bären weiter. Während die Bären nach wie vor mit 44 Prozent zurzeit die größte Fraktion bilden, legt das Bullenlager in der jüngsten Umfrage erneut, von 33 auf nun 36 Prozent, zu. Als Referenzwert wurden 6 762 Punkte ermittelt. Der berechnete Sentimentindex für die kurze Sichtweise legt damit von minus elf auf minus acht Prozent zu.

Die mittelfristige Sichtweise der Leser erfährt in der aktuellen Umfrage keine nennenswerte Veränderung. Das Bärenlager legt auf 30 Prozent zu, während sich das Bullenlager von 52 auf 50 Prozent reduziert. Der berechnete Stimmungsindex für die mittelfristige Sichtweise legt, nach dem deutlichen Anstieg in der letzten Woche, eine kleine Verschnaufpause ein und notiert bei 20 nach 26 Prozent. Damit ist der Index weiterhin ein gutes Stück von seinen Tiefstwerten von vor vier Wochen bei fünf Prozent entfernt.

42 Prozent der befragten Leser favorisieren einen unveränderten Anlagehorizont gegenüber den vergangenen drei Wochen. Das Lager steigt in der aktuellen Umfrage von 39 auf 42 Prozent an. Die Überläufer kommen zu 100 Prozent aus dem Lager derer, die letzte Woche noch einen längeren Zeithorizont favorisierten. Im Vergleich zu den vergangenen drei Wochen notiert der berechnete Zeithorizontindex damit im Schnitt seitwärts und deutet nicht unbedingt auf eine gestiegene Risikoaversion hin.

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