Auswertung der aktuellen Umfrage
Dax-Sentiment: Börsen-Ampeln stehen auf Rot

Die Bullen hatten vergangene Woche einiges einzustecken. Wie erwartet setzte zunächst eine Korrektur ein. Diese brachte dem Deutschen Aktienindex per Saldo sieben Prozent Verluste ein.

Nicht nur, dass es das Reaktionshoch bei 4 533 Punkten unterschritt, am Montag (16.02.2009) hat er auch noch seinen tertiären Aufwärtstrend nach unten gebrochen. Damit stehen die Börsenampeln nun auf rot. Jetzt braucht es einen schnellen und klaren Dreh gen Norden. Nur ein Tagesschluss über 4 450 Punkten kann jetzt das Ruder noch einmal herumreißen. Andernfalls droht ein Test des übergeordneten Dreiecksbegrenzung bei aktuell 4 080 Punkten.

Die Handelsblatt Sentimentumfrage in Zusammenarbeit mit der Postbank zeigt, auch die Leser sind von der jüngsten Entwicklung enttäuscht. Der Stimmungsindex für die kurzfristige Sichtweise fällt nach acht Prozent in der Vorwoche auf aktuell minus 18 Prozent zurück. Das Lager der Bären hat wieder deutlichen Zulauf bekommen. Gespeist wird es ausschließlich aus dem Lager der Bullen. Die Quote der Unentschlossenen ist nahezu unverändert bei 21 Prozent.

Und wie das kurzfristige Sentiment leidet auch die mittelfristige Sentiment - also die Sichtweise für die kommenden drei Monate. Hier zeigt der Stimmungsindex Werte von elf Prozent nach 19 Prozent in der Vorwoche. So wie wir vergangene Woche keinen überschwänglichen Optimismus erkennen konnten, ist aktuell auch kein überschwänglicher Pessimismus erkennbar. Es besteht, zumindest aus sentimenttechnischer Sicht, eine ernsthafte Chance, dass der Dax die 4 450 Punkte zurückerobern kann.

Aus technischer Sicht ist das aber nun auch zwingend! Andernfalls muss eine Etage tiefer gedacht werden. Ein Test der übergeordneten Dreiecksbegrenzung bei 4 080 Punkten wäre vermutlich unausweichlich. Ob diese aber einem weiteren Test Stand halten würde wäre fraglich. Ein Bruch würde unweigerlich den Beginn eines sell-outs darstellen. Formaltechnisch wären Kurse von 3 400 bis 3 000 Punkten zu erwarten. Vorsicht bleibt auf jedenfalls das Gebot der Stunde!

Der Autor, Thomas Theuerzeit, ist Technischer Analyst bei Postbank - Financial Markets Research

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