Auswertung der Dax-Sentiment-Umfrage
Dax-Sentiment: Aus der Nöterally könnte mehr werden

Der Deutsche Aktienindex konnte sich vergangene Woche von seinem 4 000er Niveau lösen und um 13 Prozent zulegen. Damit hat er aus charttechnischer Sicht ein deutliches Zeichen gesetzt.

FRANKFURT/DÜSSELDORF. Dieses Signal erkennen offensichtlich auch die Investoren, denn entsprechend fallen die Ergebnisse der Handelsblatt Sentimentumfrage in Zusammenarbeit mit der Postbank aus. Die Stimmungsindizes für die kurzfristige, als auch mittelfristige, Sichtweise können sich erholen.

Im kurzfristigen Zeitfenster notiert der Stimmungsindex nach minus 21 Prozent in der Vorwoche nun wieder bei fünf Prozent und damit oberhalb der Grenze zwischen Bullen und Bären. Das Lager der Bullen legt von 33 auf 45 Prozent zu während das Lager der Bären von 54 auf 40 Prozent verliert - eine deutliche Botschaft. Und der Stimmungsindex für die mittelfristige Sichtweise kann sich von 18 auf 30 Prozent erholen. Hier erreicht das Lager der Bullen nun wieder 57 nach 51 Prozent in der Vorwoche. Die Bären hingegen verlieren von 33 auf 27 Prozent.

Auffallend, dass die befragten Leser auf beiden Zeitebenen unmittelbar von dem Bären- in das Bullenlager wechseln - also keinen Umweg über das Lager der Unentschlossenen gehen. Das zeugt schon von einer deutlichen Meinung und Haltung.

So positiv sich die technische Verfassung des Dax auch darstellt - bei alledem sollte nicht vergessen werden, dass wir in der vergangenen Woche lediglich eine so genannte Nöterallye gesehen haben.

Das heißt, Investoren die auf fallende Kurse gesetzt hatten sind auf dem falschen Fuß erwischt worden und mussten ihre Positionen glattstellen. Das hat dem Markt zusätzlichen Auftrieb verschafft. Nun aber müssen die Investoren auch Flagge bekennen - sie müssen mit Anschlusskäufen aufwarten.

Barbestände sind hoch

Liquidität scheint vorhanden zu sein. So misst die Partnerumfrage von animusX-Investors Sentiment (www.animusx.de) in ihrer aktuellen Studie eine nach wie vor hohe Quote an Barbeständen. Hier liegt also noch eine Menge Investitionspotenzial brach. Fließt das Geld in den Markt, stehen schnell noch einmal 10 bis 15% Kursplus auf dem Plan.

Ein Trigger dafür könnte die 38-Tagelinie liefern. Diese stellte in der Vergangenheit sehr oft ein wichtiges Niveau dar - entweder als Unterstützungs- oder als Widerstandsniveau.

Ein Bruch würde aktuell noch einmal Potenzial in Richtung 5 190 Punkten zum Wochenschluss freisetzen. Kurz danach stände dann das Reaktionshoch bei 5 302 Punkten auf der Agenda.

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