Auswertung der Umfrage
Dax-Sentiment: Mittelfristig steigt die Zuversicht

Kurzfristig bleiben Anleger skeptisch, doch mittelfristig ist die Zuversicht bei den Investoren gestiegen. So lautet die Auswertung des Dax-Sentiments, einer Handelsblatt-Umfrage in Zusammenarbeit mit der Postbank. Für den Sentiment-Experten Thomas Theuerzeit sind viele Anleger noch vorsichtig, weil der Dax mit einer starken Widerstandszone zu kämpfen hat.

FRANKFURT. Das Fazit von Thomas Theuerzeit: "Nach wie vor ist das Gros der befragten Leser immer noch vorsichtig. Kein Wunder, der Dax kämpft immer noch mit seiner herben Widerstandszone zwischen 7 040 und 7 190 Punkte. Damit sich der Dax nachhaltig über diese Zone hinwegsetzt, bedarf es neue und vor allem langfristige Nachfrager. Neue, insbesondere langfristige, Nachfrager sind der aktuellen Umfrage jedoch nicht zu entnehmen. Zwar bahnt sich in den Köpfen der Leser hier etwas an – jedoch müssen diesen Gedanken bzw. Vorstellungen auch Taten folgen. Das Umsatzverhalten beim Dax spricht aber derzeit eine andere Sprache und deutet eher auf eine Gegenbewegung im vorherigen Abwärtstrend hin. Die Gefahren einer weiteren Welle gen Süden bleiben also vorhanden. Von einer nachhaltigen Bodenbildung und langfristigen Kaufchancen kann leider auch heute noch nicht gesprochen werden.

Mit 1 412 abgegebenen Leserstimmen erreicht die Handelsblatt Sentimentumfrage in Zusammenarbeit mit der Postbank einen neuen Beteiligungsrekord. Die Ergebnisse belegen, kurzfristig bleibt eine gesunde Skepsis vorhanden, mittelfristig steigt die Zuversicht. Zum Ende der Woche sieht das Gros der Leser den Dax noch einmal schwächer. Als Referenzwert wurden 7 877 Punkte ermittelt.

Gegenüber vergangener Woche hat sich der berechnete Sentimentindex für die kurze Sichtweise kaum verändert. Er fällt von -10 auf -11 Prozent zurück. Grund hierfür sind einige abtrünnige Bullen, die in das Lager der unentschlossenen Leser gewandert sind. Dieses steigt von 18 auf 22 Prozent an. Das Bullenlager ist nun noch zu einem Drittel gefüllt während das Bärenlager mit 44 Prozent, nach 45 Prozent in der Vorwoche, notiert.

In der aktuellen Umfrage fällt insbesondere die mittelfristige Sichtweise der Leser auf. 52 Prozent der Leser beabsichtigen, in den kommenden drei Monaten wieder in Aktien zu investieren. Letzte Woche noch konnten sich das nur 45 Prozent vorstellen. Die Pessimisten schwinden in der aktuellen Umfrage von 36 auf 26 Prozent. Der berechnete Stimmungsindex für die mittelfristige Sichtweise legt damit deutlich, von 9 auf 26 Prozent, zu. Das ist ein deutliches Votum und erlaubt die Frage, woher dieser Wandel kommt?

Letzte Woche deuteten die Umfragewerte auf einige Schnäppchenjäger, also kurzfristige Akteure, hin. Ein Grund könnte sein, dass sich diese Investoren eventuell zu einem doch längeren Anlagehorizont haben hinreißen lassen. Der Blick auf den berechneten Zeithorizontindex gibt hierüber Auskunft. Der Index fällt zwar in der aktuellen Umfrage leicht, von 19 auf 17 Prozent, zurück, jedoch befindet er sich seit fünf Wochen in einem Aufwärtstrend. Der jüngste Rückgang geht indes auf das Konto derer, die einen, im Vergleich zu den vergangenen drei Wochen, unveränderten Anlagehorizont favorisieren."

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